18. Mai 2024

SVM beweist erneut Comeback-Qualitäten

SV Mardorf – SV Schönstadt 4:2 | 0:1 Ralf Däuwel (16.), 0:2 Däuwel (27.), 1:2 Marco Di Palma (68.), 2:2 Till Stephany (74.), 3:2 David Greb (79.), 4:2 Leon Schick (86.)

Die Heimelf hatte in Durchgang eins große Mühe ins Spiel zu finden, die Schönstädter hingegen zeigten sich wacher und galliger, die Schulz-Elf hatte so mehr Spielanteile und hätte bereits nach neun Minuten in Führung gehen können, als Tobias Leist nach Vorlage von Ralf Däuwel einen ersten Hochkaräter liegen ließ. Was hier noch nicht gelang, holten die Gäste wenig später nach. Ralf Däuwel setzte sich im Laufduell gegen Niklas Rhiel und Dominik Pafla durch und schob an SVM-Keeper Ebinger vorbei ein. Und als David Greb knapp zehn Minuten später einen verunglückten Rückpass auf seinen Schlussmann spielte, war Däuwel erneut zur Stelle, umkurvte Ebinger und markierte das 0:2. Der SVM wirkte nun sichtlich angeschlagen und fand keine Antwort auf den Rückstand, die Däuwel nach einem Ballverlust von Niklas Rhiel sogar noch hätte ausbauen können, jedoch via Lupfer vergab (34.).

Ein ganz anderes Bild bot sich den Zuschauern dann nach dem Kabinengang. Mardorfs Trainergespann Greb/Ochs wechselte in der Halbzeit gleich drei Mal aus, für Lukas Wilschke, Jonathan Steinert und Florian Herz kamen Marco Di Palma, Till Stephany sowie Leon Schick in die Partie – die neuen Spieler sollten allesamt noch von sich hören lassen. Im zweiten Abschnitt feuerte der SVM stellenweise aus allen Rohren, vor allem der omnipräsente Christian Hooß war von den Schönstädtern nicht mehr in den Griff zu bekommen. Er war es auch, der die erste Duftmarke in der zweiten Halbzeit setzte, als er einen Freistoß gefühlvoll auf den Kasten brachte, Schönstadts Keeper Tobias Kehl wehrte reaktionsschnell ab (53.) und auch in der Folge zeigte Kehl mehrfach, warum er in der Liga zu den besten seines Fachs gehört. Das Mardorfer Rollkommando behielt den Fuß fast durchweg auf dem Gaspedal, die Folge war der verdiente Anschlusstreffer von Marco Di Palma. Und als Till Stephany nach einem Eckstoß die Zeiger wieder auf null stellte, hatten viele Zuschauer bereits das Gefühl, dass hier noch etwas mehr gehen könnte. Und ja, das sollte es auch. War David Greb in Durchgang eins noch der Unglücksrabe, wurde er in Abschnitt zwei zum Matchwinner: nach einem abgewehrten Eckstoß machte Greb mit einem satten Distanzschuss seinen Fehler aus Abschnitt eins wieder wett und sorgte mit seinem Treffer für großen Jubel bei Mardorfs Anhängern, die darüber hinaus auch noch einen sehenswerten Schlenzer von Leon Schick zum Endstand bejubeln konnten.