SV Mardorf 3:4 TSV Wohratal | 0:1, 2:2 Patrick Mohr (4., 57.), 1:1, 3:2 Ibo Chousein (28., 65.), 2:1 David Greb (34. FEM), 3:3, 4:3 Tim Philipp Buckert (89., 90.)
Ein emotionsgeladenes Spiel fand in der Mardorfer „Talentschmiede Oberwiese“ eine späte Entscheidung durch Wohratals Doppeltorschützen Tim Philipp Buckert: nach einem Eckstoß traf Buckert zunächst per abgefälschtem Schuss zum 3:3-Ausgleich, in der Nachspielzeit erzielte er nach einem Freistoß den auf Wohratals Seite vielumjubelten Siegtreffer via Kopfball.
Zuvor bekamen die rund 70 Zuschauer ein Fußballspiel geboten, was nicht mit fußballerischer Klasse glänzte, in dem sich beide Kontrahenten aber nichts schenkten und beherzt zur Sache gingen. Dabei gab es viele Zweikämpfe und Nickeligkeiten, übermäßig hart oder unfair wurde es aber nie. Die Gäste erwischten einen Start nach Maß, bereits vier Minuten nach Anpfiff lag die Kugel zum ersten Mal im Mardorfer Kasten.
Die Gastgeber zeigten sich hiervon keineswegs geschockt, sondern gingen fortan engagiert und mit viel Elan zu Werke. Immer wieder lautstark angetrieben von ihrem Cheftrainer „Bubi“ Schmidt zeigten sich die Schwarz-Gelben im Vergleich zur Vorwoche formverbessert und belohnten sich für ihren bis dato couragierten Auftritt noch vor der Pause. Zunächst egalisierte Ibo Chousein nach einem Missverständnis zwischen TSV-Keeper Paul Schramm und Tim Weimar die Gästeführung, sechs Minuten später erzielte David Greb per Foulelfmeter die Führung für die Hausherren, nachdem Buckert Ibo Chousein im Strafraum zu Fall gebracht hatte.
In Abschnitt zwei schlug das Pendel dann immer mehr um auf die Seite der Gäste. Mardorf schwächte sich darüber hinaus mit der gelb-roten Karten gegen Marvin Werneburg noch selbst, lange Zeit merkte man die zahlenmäßige Überlegenheit der Gäste jedoch nicht, obgleich die Wohrataler durch Patrick Mohr zum Ausgleich kamen, die Lufthoheit besaßen und mehr für das Spiel taten. Trotzdem konnte der SVM wieder vorlegen, Chousein war Nutznießer eines erneuten Missverständnisses zwischen TSV-Schlussmann Schramm und Jannik Schubert, Mardorfs Stürmer musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben.
In der Schlussphase beim Stand von 3:2 erhielt auch noch Bela Arendt die gelb-rote Karte durch den sicher leitenden Schiedsrichter Serkan Veysan, was die Verteidigung der Führung in den Schlussminuten nicht unbedingt einfacher machte. Doch der SVM verteidigte mit allen Mitteln und musste sich erst spät geschlagen geben. Ein Remis hätten sich die tapfer kämpfenden Mardorfer verdient gehabt.
Für den SV Mardorf geht es am nächsten Sonntag mit dem Spiel in Hatzbach weiter.

