18. Mai 2024

SVM gewinnt wildes Spiel

Die Vorzeichen vor der Partie des SVM gegen die SG Lahnfels standen denkbar schlecht. Mardorfs Trainergespann Lukas Greb/René Ochs musste auf insgesamt sechs Spieler verzichten, die verletzt, krankheits- oder urlaubsbedingt nicht zur Verfügung standen. Und als die Partie noch keine zwanzig Minuten alt war, musste auch Julian Kräuter den Platz verletzt verlassen. Doch die Mardorfer machten aus der Not eine Tugend. Zwar gingen die Gäste durch einen Doppelpack von Noah Zülch mit 0:2 in Führung (34./35.), doch noch vor der Pause markierte Mardorfs fleißiger Stürmer Johannes Greb den Anschlusstreffer, nachdem sich Lukas Wilschke über den Flügel auf die Reise machte und für Greb den Zulieferer spielte. Greb hätte gar ausgleichen können, doch sein Drehschuss aus guter Position verfehlte das Ziel dann doch deutlich. Zuvor bot Durchgang eins nur wenige Höhepunkte, bei zwei Chancen der Gäste war Keeper Thomas Ebinger reaktionsschnell zur Stelle.

In Durchgang zwei wurde es dann wild. Die Gäste erwischten den besseren Start und zogen durch Mirco Wernicke auf 1:3 davon. Wer nun dachte die Heimelf würde die Köpfe hängen lassen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Unermüdlich stemmte sich das A-Ligaurgestein gegen die drohende Heimniederlage. Johannes Greb hatte die Antwort auf die 1:3-Führung auf dem Fuß, vergab aber. Wenig später stellte Co-Trainer René Ochs aber via Handelfmeter den alten Abstand wieder her (53.). In der Folge beruhigte sich die Partie, ehe der SVM zur wilden Schlussviertelstunde lud: zunächst nutzte Johannes Greb einen Fehler des Lahnfelser Schlussmannes Tom Stephan aus, der einen langen Ball unterlief, und stellte mit seinem zweiten Treffer die Zeiger wieder auf Null (75.). Und fünf Minuten später war der für Kräuter eingewechselte Florian Herz zur Stelle, der Nutznießer einer Unachtsamkeit in der Gästeabwehr war und zum vielumjubelten 4:3 einnetzte. Johannes Greb hätte wenig später seinen Dreierpack schnüren können, scheiterte jedoch an Schlussmann Stephan. Der SVM brachte den Sieg über die Zeit, der Jubel nach dem Schlusspfiff durch den sicher leitenden Unparteiischen Michael Linker war natürlich groß!