SV Mardorf 2:0 Eintracht Stadtallendorf II | Tore: 1:0 Paul Kobienia (33.), 2:0 René Ochs (FEM, 73.)
Große Überraschung an der Mardorfer Hardt: mit einer engagierten, zweikampfstarken und leidenschaftlichen Leistung gewann der SVM gegen die Zweitvertretung der Stadtallendorfer Eintracht, die bis vor dem Spiel die Tabellenspitze der A-Liga innehatte.
Die Taktik von Mardorfs Trainerduo Timo Huhn/René Ochs ging dabei voll auf: aus einer gut gestaffelten Defensive heraus wollte man die Stadtallendorfer vom eigenen Tor fernhalten und vorne Nadelstiche setzen. Und so hatten die Gäste zwar zwischenzeitlich gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, ab der Strafraumgrenze fehlten der Gleim-Elf dann aber jegliche Ideen. Und so fanden die Herrenwälder nur selten einen Knotenlöser gegen die vielbeinige Mardorfer Defensive, die konsequent und manchmal auch mit einfachsten Mitteln verteidigte.
Zwei entscheidende Szenen hatte das Spiel: zum einen die Mardorfer Führung durch Paul Kobienia, der Stadtallendorfs Schlussmann Zupanic-Digula nach einem Konter keine Chance ließ. Zum anderen die spielentscheidende Aktion vor dem 2:0. Der eingewechselte Nils Lühmann wurde auf dem linken Flügel lang geschickt, Gäste-Keeper Zupanic-Digula zögerte einen Moment zu lange beim Herauslaufen und fegte Lühmann dann im Strafraum um. Der jederzeit sicher leitende Unparteiische Arthur Brieger zeigte folgerichtig auf den Punkt. Den Strafstoß brachte Co-Trainer René Ochs souverän im rechten Toreck unter.
Auch in der Folge fehlten der Hessenligareserve weiter die Ideen, um noch den Anschlusstreffer zu erzielen. Das Spiel wurde etwas hitziger, aber zu keiner Zeit unfair. Der SVM, von seinem emotional mitgehenden Publikum angetrieben, schmiss sich in jeden Zweikampf, ging am Ende freudestrahlend als Sieger vom Feld und ist nun seit sechs Liga-Spielen ungeschlagen.
Im Vorspiel schlug sich die SG Mardorf/Erfurtshausen II lange Zeit tapfer gegen den Spitzenreiter der B-Liga III. In Halbzeit zwei stellte die dritte Mannschaft der Stadtallendorfer die Weichen dann aber auf Sieg, sodass am Ende eine 0:4-Niederlage stand.