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Willkommen auf der Homepage des SV 1921 Mardorf e.V.
27.09.2020: BSF Richtsberg - SVM / TSV Erksdorf II - SVM II


Spielbericht

Zweifacher Auswärtssieg für die SVM-Teams

Beide Mardorfer Teams behielten gestern bei den Auswärtsspielen in Erksdorf und bei den Ballsportfreunden Richtsberg die Oberhand. Die Reserve gewann nach Toren von Johannes Wichert und Nico Sachwitz mit 2:1. Beim Tabellenschlusslicht BSF Richtsberg konnte die erste Mannschaft ihre „Ungeschlagen-Serie“ fortsetzen und durch die Treffer von Paul Kobienia (Hattrick), David Greb und Lukas Greb mit 5:1 gewinnen.

Eigentlich schaut man nach einem deutlichen 5:1-Sieg in zufriedene Gesichter der erfolgreichen Protagonisten. Die Gesichtszüge der Mardorfer Kicker zeigten nach Spielende aber recht deutlich, dass die Spieler sowie Mardorfs Cheftrainer Lukas Greb mit der gezeigten Leistung nicht vollends zufrieden waren. Greb selbst wollte das Spiel am Liebsten schnell vergessen: „Drei Punkte geholt, abhaken, Dienstag wird traininert“, fiel sein Resümee nach Spielende daher auch recht verhalten aus. Doch vielleicht schauten die Schwarz-Gelben etwas zu negativ auf das Spiel zurück. Sicher fehlten allen voran in Abschnitt zwei die zündenden Ideen um den vielbeinigen Richtsberger Abwehrverbund zu überlisten. Und auch den Torabschlüssen fehlte oftmals die nötige Präzision bzw. die Durchschlagskraft um BSF-Keeper Symeonidis in Verlegenheit zu bringen. Doch die Anzahl der Torabschlüsse und die herausgespielten Torchancen sowie die Ballbesitzphasen gepaart mit der klaren optischen Überlegenheit sprechen eine ebenso deutliche Sprache wie das eindeutige Ergebnis von 5:1, welches hauptsächlich aufgrund einer starken ersten Halbzeit zustande kam.

Die Schwarz-Gelben übernahmen direkt nach Anpfiff der Partie das Kommando und drangen so recht schnell in die gefährlichen Räume vor. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Lukas Wilschke, als er frei vor dem Kasten der Heimelf (10.) zum Torabschluss kam, aber verzog. Doch als SVM-Topstürmer Paul Kobienia in der Folge binnen vier Minuten drei Mal freigespielt werden konnte, stellte er mit seinem lupenreinen Hattrick die Weichen schon früh auf Sieg (13./15./16.). Und hätten die Gäste ihre Chancen in Abschnitt eins allesamt genutzt bzw. wären einzelne Angriffszüge konzentrierter zu Ende gespielt worden, hätte sich bereits zur Halbzeit ein noch deutlicheres Bild ergeben. So hämmerte Kobienia das Leder beispielsweise nach 21 Minuten an den Pfosten, David Greb scheiterte kurz vor dem Kabinengang nach Zuspiel von Lukas Greb an Heimkeeper Symeonidis. Sein Erfolgserlebnis hatte David Greb da aber ohnehin schon eingetütet. In seinem ersten Pflichtspieleinsatz konnte Mardorfs A-Jugendlicher nach 30 Minuten seinen Premierentreffer im Dress der ersten Mannschaft feiern, als er über die linke Seite kommend mit einem satten Schuss dem Heimkeeper das Nachsehen gab. Die Richtsberger kamen in Abschnitt eins zu einer nennenswerten Möglichkeit, als BSF-Akteur Sami Bakri Nutznießer eines Fehlpasses von Lukas Greb wurde, diese Einladung jedoch vergab und die Kugel neben das Gehäuse setzte.

Ebenso ist positiv festzuhalten, dass die Reserve nach ihrem Auswärtssieg fast geschlossen von Erksdorf nach Marburg gekommen war, um ihre Mitspieler im Match beim Tabellenletzten zu unterstützen. Und Reservetrainer Patrick Brandwein hatte ordentlich Lob für seine Spieler im Gepäck. „Wir waren heute voll in den Zweikämpfen, alle haben sich reingeworfen“, machte Brandwein deutlich. Da nach vorne aber oftmals die zündenden Ideen fehlten, blieb Mardorfs Co-Trainer nichts anderes übrig als selber noch einmal die Schuhe zu schnüren, um in der Partie ein Wörtchen mitzureden. Und seine Einwechslung sollte sich bezahlt machen. Durch seine zweifache Torvorbereitung konnte der SVM die zwischenzeitliche 1:0-Führung der Heimelf drehen und durch Tore von Johannes Wichert und Nico Sachwitz einen Dreier bei den favorisierten Erksdorfern einfahren.

Was Mardorfs Reservekicker und die mitgereisten SVM-Anhänger dann aber in Abschnitt zwei bei den Ballsportfreunden geboten bekamen, war viel Stückwerk und erinnerte stellenweise mehr an ein Handball- als an ein Fußballspiel. Zwar waren beide Teams zu Beginn des zweiten Abschnitts noch darauf bedacht ihr Heil stellenweise in der Offensive zu suchen, was dann auch das Tor zum 1:4 durch Anouar Meziane-Elotmani zur Folge hatte (54.). Doch im Anschluss igelten sich die Hausherren vor ihrem Tor ein und machten dem SVM das Leben schwer, sodass die Gäste nur selten zwingend Gefahr versprühten. Ob Flanken in den Strafraum oder Torabschlüsse aus der zweiten Reihe, die Greb-Elf fand oftmals kein geeignetes Mittel mehr, um den Defensivverbund des Tabellenschlusslichtes zu bezwingen. Auch die Gelb-Rote Karte gegen BSF-Kapitän Jung änderte hieran wenig – die BSF-Defensive war meist zur Stelle wenn es nötig war. Torchancen gab es aber trotzdem: so servierte Kapitän Johannes Greb zum Beispiel nach schöner Kombination für Daniel Lanio, der das Spielgerät am Kasten vorbeischob (75.), drei Zeigerumdrehungen später nahm der eingewechselte Jerome Stock zu genau Maß und zimmerte das Leder an den Querbalken. Mit dem Schlusspfiff konnten die Mardorfer Anhänger dann doch noch einmal jubeln, als Johannes Greb seinen Bruder Lukas per Flanke bediente und Mardorfs Coach im Strafraum am höchsten stieg und die Kugel per Kopf im Tor versenkte.

Für den SVM geht es am nächsten Sonntag weiter, dann sind die beiden Teams des FV Cölbe in Mardorf zu Gast.
23.09./24.09.2020: SV Mardorf - SG Rosphe


Spielbericht:

Durchwachsenes Spiel endet mit gerechtem Unentschieden

Der SV Mardorf und die SG Rosphe trennten sich am gestrigen Abend nach einer zähen Partie 1:1-Unentschieden. Für den SVM traf Kapitän Johannes Greb nach einem Eckball per Kopf (27.), Timm Heinrich egalisierte die Führung der Hausherren noch im ersten Abschnitt (38.).

SVM-Cheftrainer Lukas Greb musste seine Aufstellung bereits vor dem Anpfiff umwerfen, da Leon Schick nach dem Aufwärmprogramm signalisierte, dass ein Einsatz aufgrund seiner Oberschenkelverletzung wenig Sinn machen würde. So rutschte Lukas Wilschke in die erste Elf, ebenso war Bela Arendt im Vergleich zur letzten Partie wieder von Beginn an auf dem Feld.

Vom Start an suchten beide Kontrahenten zunächst den Weg nach vorne. Bereits zwei Minuten nach Anpfiff scheiterte Mardorfs Jonathan Steinert an Gästekeeper Dominik Hahn, nur wenig später hatten auch die Gäste ihre erste Torraumszene, als Rosphes Timm Heinrich nach einem lang getretenen Freistoß Mardorfs Schlussmann Ebinger prüfte, letzterer konnte auch einen Kopfstoß von Rosphes Johannes Linne nach dem folgenden Eckball entschärfen (4.). Mardorfs Sturmführer Paul Kobienia hätte seine Farben nach 15 Minuten in Führung bringen können, sein scharf getretener Freistoß ließ jedoch nur das Außennetz zappeln.

Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie zusehends, beide Teams versprühten wenig Torgefahr und offenbarten Mängel im Spielaufbau. Demzufolge war es nicht verwunderlich, dass eine Standardsituation herhalten musste, um den SVM in Führung zu bringen. Eine schön getretene Ecke von Frederik Rosenberg konnte SVM-Kapitän Johannes Greb via Kopfball verwerten und auf 1:0 stellen (27.). Und der SVM hätte umgehend nachlegen können. Wieder war es Greb der über die rechte Seite in die gefährliche Zone vordrang und das Auge für Paul Kobienia hatte, der jedoch knapp verzog (30.). Drei Minuten später bekamen die Gäste einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Niklas Rhiel seinen Gegenspieler im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht hatte. SG-Akteur Herrmann legte sich das Leder zurecht, scheiterte aber wie bereits viele Elfmeterschützen vor ihm am glänzend reagierenden Mardorfer Schlussmann Ebinger. Die Gäste suchten weiter nach einer Antwort und fanden diese noch vor dem Kabinengang. Nach einem Eckball herrschte Unordnung im Mardorfer Strafraum, Timm Heinrich wusste diese zu nutzen und schob das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie (38.). Das letzte Wort in Durchgang eins hatte die Heimelf. Ein weiter Flugball von Bela Arendt fand in Paul Kobienia einen dankbaren Abnehmer, der die Kugel via Lupfer ins Gästetor befördern wollte, die Rechnung hierbei jedoch ohne SG-Keeper Hahn gemacht hatte, der den Braten gerochen und das Leder mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken konnte. Im Anschluss beendete der umsichtig leitende Schiedsrichter Jonas Stehling den ersten Durchgang.

In Abschnitt zwei verbuchten beide Teams umgehend erste Offensivaktionen. Zunächst waren die Schwarz-Gelben im Glück, als Anton Brössel mit einem Drehschuss abschloss, jedoch zu genau zielte und den Pfosten traf (47.). Eine Zeigerumdrehung später bediente Mardorfs Steinert den mitgelaufenen Kobienia, der knapp verzog. Der SVM agierte in der Folge oftmals mit langen Bällen, was sicher auch dem schwierigen Untergrund geschuldet war, aber eben auch zur Folge hatte, dass die Abspiele oftmals verpufften, da die Gäste die Lufthoheit inne hatten. Wenn sich der SVM dann doch mal in der Luft durchsetzen konnte, wurde es mitunter gefährlich. So konnte Kapitän Greb beispielsweise nach 55 Minuten ein Kopfballduell für sich entscheiden, der Ball landete bei Kobienia, der das Ziel mit einem satten Schuss um wenige Zentimeter verfehlte.

In der Folge konnten beide Teams wenig Gefahr mit ihren Angriffen erzeugen, es fehlte hüben wie drüben die Durchschlagskraft im vorderen Drittel. Und wenn ein Angriffszug einigermaßen zu Ende gespielt wurde, waren die beiden Keeper zur Stelle. SVM-Keeper Ebinger hielt gegen Rosphes Jan Heinemann das Stoppschild hoch (71.), SG-Schlussmann Hahn war bei einem Abschluss von Johannes Greb zur Stelle (80.) und zwischen diesen beiden Aktionen rettete Till Stephany nach einem Lupfer für seinen bereits geschlagenen Keeper (78).

Heute Abend treffen die beiden Reserveteams aufeinander (19:00 Uhr), am Sonntag spielt die zweite Mannschaft in Erksdorf (13:00 Uhr), die erste Mannschaft ist bei den Ballsportfreunden Richtsberg zu Gast (15:00 Uhr).


Vorbericht

SV Mardorf erwartet die SG Rosphe

Für die beiden SVM-Teams geht es bereits am morgigen Mittwoch und am Donnerstag mit zwei Heimspielen weiter, zu Gast sind die Mannschaften der SG Rosphe. Beide Partien finden auf dem Sportgelände Oberwiese statt und werden jeweils um 19:00 Uhr durch die Schiedsrichter Jonas Stehling (1. Mannschaft) und Thorsten Olschewski (2. Mannschaft) freigegeben.

Allen voran für die Kicker der ersten Mannschaft dürfte es ein besonderes Spiel werden. Das liegt nicht etwa daran, dass die SG Rosphe für den SVM ein weitaus unbeschriebenes Blatt ist, sondern ist vielmehr auf den Austragungsort des Spiels zurückzuführen. Ist es für Mardorfs Reserve fast schon zur Normalität geworden, ihre Spiele ab Herbstbeginn auf dem Sportgelände Oberwiese auszutragen, kommen die Kicker der ersten Mannschaft doch recht selten in den Genuss, auf dem eigentlichen Trainingsplatz ihre Meisterschaftsspiele zu absolvieren. Zuletzt wurde ein Spiel der ersten Garnitur am 21.10.2009 auf der Oberwiese, vor einigen Jahren von den damaligen Protagonisten liebevoll „Talentschmiede“ getauft, angepfiffen, seinerzeit konnte sich der Gast aus Amöneburg mit 2:0 durchsetzen. Ein aktueller SVM-Spieler, der zwar schon lange die Mardorfer Farben trägt, stand damals noch nicht auf dem Feld und gibt morgen seine Pflichtspielpremiere auf der Oberwiese: Daniel Lanio. Eigentlich seit vielen Jahren im Defensivbereich als „Torverhinderer“ beheimatet, glänzte Lanio in den vergangenen drei Partien in der Offensive und erzielte hierbei jeweils einen Treffer. „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass ich in den ersten vier Spielen drei Tore mache, hätte ich das sofort unterschrieben“, so Lanio im Vorfeld der Partie.

Die Gäste aus Rosphe sind zur neuen Saison in die A-Liga aufgestiegen und haben bisher noch keine ihrer vier Partien in der neuen Liga verloren. Die Spiele gegen Neustadt, Schönstadt und Cölbe endeten für das Team von Trainer Moma Ferreiro je 1:1-Unentschieden, gegen die Ballsportfreunde Richtsberg erhielten die Kombinierten kampflos die Punkte. „Es ist bemerkenswert, dass die SG als Aufsteiger noch kein Spiel in der A-Liga verloren hat“, zeigt sich auch Lanio vom Saisonstart der Gäste beeindruckt. Auffällig ist, dass die Kombinierten in vier Spielen bisher lediglich drei Gegentore hinnehmen mussten. Es bleibt also abzuwarten, ob sich der SVM auch am Mittwoch in der Offensive so durchschlagskräftig wie zuletzt entfalten kann. Schaut man zurück auf die vergangenen Partien darf man dem jedoch positiv entgegenblicken. Wenn die SVM-Offensive zuletzt den Turbo eingelegt hat, wurde es vor des Gegners Tor oftmals brandgefährlich und allen voran vor heimischem Publikum legen die Schwarz-Gelben seit geraumer Zeit eine flotte Sohle aufs Parkett. In der vergangenen Saison, die bekanntermaßen vorzeitig abgebrochen wurde, konnte das A-Liga-Urgestein beispielsweise von acht Heimspielen sechs gewinnen, nach einer Partie stand am Ende eine Punkteteilung und lediglich einmal mussten sich die Mardorfer dem Gegner geschlagen geben. „Wir wollen auch auf der Oberwiese unsere Heimstärke auf den Platz bringen und als Sieger vom Feld gehen“, gibt Lanio eine klare Richtung für die morgige Partie vor. In der neuen Spielzeit tritt der SVM dem Anschein nach noch gefestigter auf, was auch Daniel Lanio bestätigen kann. „Man merkt einfach, dass wir einen breiten Kader mit guter, individueller Klasse haben und es macht großen Spaß, mit den Jungs zu kicken.“

Auch die Reserve der SG Rosphe ist grundsolide in die neue Spielzeit gestartet. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage belegen die Rospher Rang vier der Tabelle, auch wenn diese nach vier Spieltagen noch keine große Aussagekraft hat. Mardorfs zweiter Anzug präsentierte sich bisher in jedem Spiel zweikampf- und laufstark, zwei Faktoren, welche die Brandwein-Elf auch am Donnerstag wieder auf den Platz bringen muss, um gegen die Zweitvertretung der SG Rosphe zu punkten.

Unsere Spieler freuen sich wie immer über zahlreiche Unterstützung. Aufgrund der eingeschränkten Parkplatzsituation werden die Zuschauer aus Mardorf gebeten, nach Möglichkeit zu Fuß zum Sportplatz zu kommen.






20.09.2020: SV Mardorf - VFL Neustadt


Spielbericht

Dritter Sieg in Folge: SVM schlägt auch den VFL Neustadt

Mit dem VFL Neustadt war am gestrigen Sonntag ein Mitbewerber um die vorderen Tabellenplätze der A-Liga auf dem Mardorfer Sportgelände an der Hardt zu Gast, der sich jedoch am heimstarken SVM die Zähne erfolglos ausbiss.

„Wir waren vorne gnadenlos effektiv“, resümierte SVM-Cheftrainer Lukas Greb, der im Vergleich zum Kleinseelheim-Spiel mit Lukas Wilschke für Bela Arendt eine Änderung in der Startelf vornahm, nach dem Spiel. Und das musste sein Team auch sein. Denn bereits nach elf Minuten verfehlte Mardorfs Jonathan Steinert das Spielgerät und machte die Bahn frei für Neustadts Alexander Kulikov, der SVM-Schlussmann Ebinger mit seinem platzierten Torabschluss keine Chance ließ. Der Auftrag für den SVM war indessen klar: mit einem Sieg die starke Heimbilanz beibehalten und die Siegesserie fortsetzen. Leichter gesagt als getan. Die Gäste waren in den ersten zwanzig Minuten optisch präsenter, die Mardorfer zeigten sich zunächst nur selten im vorderen Drittel. Als erster tastete sich Paul Kobienia nach herrlichem Flugball von Frederik Rosenberg in die gefährliche Zone vor, verfehlte das Ziel jedoch knapp (14.), drei Minuten später scheiterte Kapitän Johannes Greb an VFL-Schlussmann Dennis Schlegel.

Das Mardorfer Spiel wurde nun strukturierter und die Heimelf tat mehr für die Partie, was den 1:1-Ausgleich zur Folge hatte. SVM-Verteidiger Niklas Rhiel schlug das Spielgerät mustergültig auf den startenden Paul Kobienia, der Neustadts Keeper umkurvte und zum Ausgleich vollstreckte (29.). In der Folge schalteten beide Mannschaften in den Verwaltungsmodus und so blieben die Torbedrohungen auf beiden Seiten schüchtern. Die Zuschauer waren sich bereits einig, dass die beiden Teams mit diesem verdienten Remis wohl den Kabinengang antreten werden, doch sie wurden von Leon Schick eines besseren belehrt. Schick, der im letzten Aufeinandertreffen der Kontrahenten mit seinem Tor zum Matchwinner wurde, hämmerte das Leder aus 16 Metern emotionslos zur Mardorfer Führung in das Neustädter Gehäuse (41.). Doch auch mit dieser Aktion war das letzte Wort in Abschnitt eins noch nicht gesprochen. SVM-Schlussmann Ebinger musste eine Minute vor dem Halbzeitpfiff sein ganzes Können auf den Platz bringen, als er zunächst gegen Alexander Kulikov rettete und Sekunden später auch das Duell gegen Gian-Luca Sanzone für sich entscheiden konnte. Der sicher leitende Schiedsrichter Michael Linker, der mit der fairen Partie keinerlei Probleme hatte, bat dann zum Pausentee.

Durchgang zwei begann verhalten. Niklas Rhiel klärte einen Torabschluss von Neustadts Sarica per Fuß (54.), auf der Gegenseite konnte Kobienia die Kugel nach Zuspiel von Leon Schick nicht kontrollieren (59.). Vier Minuten später fiel dann die Vorentscheidung: SVM-Kapitän Greb suchte temporeich den Weg in die Offensive, seine feine Einzelaktion endete mit einem perfekten Zuspiel zu Paul Kobienia, der zum 3:1 vollstreckte. Und nur drei Minuten später schlug der SVM erneut zu, als Kobienia seine gesamte Geschwindigkeit auf den Platz brachte, seinem Neustädter Kontrahenten so das Nachsehen gab und quer zu Daniel Lanio spielte, der wenig Mühe hatte aus kurzer Distanz zu verwandeln. Wenn man beobachtet, wie die Mardorfer Spieler ihre Tore bejubeln merkt man deutlich, dass ein eingeschworenes Team auf dem Feld steht, was auch Mardorfs Chefcoach Freude bereitet. „Wir haben uns nach dem Rückstand nicht beeindrucken lassen und richtig geantwortet. Bei uns steht eine geschlossen starke Mannschaft auf dem Feld, in die ich großes Vertrauen habe“, gab Greb nach dem Spiel zu Protokoll. Die Partie war nach dem Treffer von Daniel Lanio endgültig gelaufen, die Neustädter konnten sich von diesem Tiefschlag nicht mehr erholen und fanden nur noch eine Antwort, die VFL-Akteur Sanzone jedoch aus sieben Metern über das Tor setzte (86.).

Mardorfs Reserve zeigte sich auch in der gestrigen Partie kampfstark, musste jedoch ab der 75. Minute einem Rückstand hinterherlaufen, als Neustadts Melvin Kurzeja einen Foulelfmeter im Tor versenkte. Doch der SVM steckte nicht auf und wurde hierfür belohnt. Luc van Moll verwandelte ebenfalls vom Punkt aus zum Ausgleich, nachdem Marvin „Dybala“ Werneburg regelwidrig im Strafraum zu Fall gebracht wurde (86.). Dem verletzten Neustädter Spieler, der mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste, wünschen wir an dieser Stelle gute und schnelle Genesung.

Für die SVM-Teams geht es bereits am Mittwoch (1. Mannschaft) und Donnerstag (2. Mannschaft) weiter, dann ist die SG Rosphe in Mardorf zu Gast. Beide Spiele finden auf dem Sportgelände „Oberwiese“ statt.



Vorbericht:

SV Mardorf empfängt den VFL Neustadt

Nach den beiden Kantersiegen gegen den TSV Wohratal und den RSV Kleinseelheim ist am Sonntag der VFL Neustadt auf dem Mardorfer Sportgelände an der Hardt zu Gast.

In der noch jungen Spielzeit haben die Neustädter bereits sämtliche „Punktevarianten“ abgeklappert. Gegen die SG Rosphe stand unter dem Strich ein 1:1-Unentschieden, im Heimspiel gegen Schönstadt verlor die Elf von Trainer Mirco Kleinmann mit 0:1, am vergangenen Spieltag konnte sich das Team aus dem Ostkreis mit 0:3 bei der SG Niederklein/Schweinsberg durchsetzen. Der VFL wird von einigen heimischen Fußballkennern als Meisterschaftsfavorit gesehen, was nicht weiter verwundert, da die Neustädter in den vergangenen Spielzeiten immer in den oberen Tabellengefilden mitmischten. An SVM-Keeper Ebinger, der der SVM-Onlineredaktion vor der Partie für ein Gespräch zur Verfügung stand, ist diese Einschätzung ebenfalls nicht vorbeigegangen. Mardorfs Schlussmann schätzt die Lage jedoch etwas anders ein: „Für mich zählt Neustadt nicht zu den Topfavoriten um die Meisterschaft, was auch am nicht ganz so guten Saisonstart mit vier Punkten aus drei Spielen liegt. Ich halte Rauischholzhausen und Südkreis für die beiden stärkeren Teams.“

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr kreuzten sich die Wege des SV Mardorf und des VFL Neustadt zuletzt. Am 25.09.2019 wurde auf dem Neustädter Kunstrasenplatz gespielt, die traditionelle Mardorfer Zeltkirmes stand vor der Tür und ein Spieler, der sich auch in dieser Spielzeit wieder außerordentlich spielfreudig zeigt, markierte seinerzeit den 0:1-Siegtreffer für den SVM: Leon Schick, damals eingewechselt und kurze Zeit später mit seiner feinen linken Klebe erfolgreich (64. Minute). Außer das die Partie auch in diesem Jahr wieder im September stattfindet, ist fast alles anders. Die Corona-Pandemie stellt auch den Fußballsport im Amateurbereich vor Herausforderungen und an eine Zeltkirmes ist gegenwärtig überhaupt nicht zu denken, was auch SVM-Schlussmann Ebinger bedauert: „Kirmes bedeutet bei uns auch, mit seinen Mitspielern im Festzelt das ein oder andere Bier zu heben und auf den Verein und die Mannschaft anzustoßen. Schade, dass das in diesem Jahr nicht möglich ist.“

Der Saisonstart seiner Mannschaft bereitet Mardorfs Keeper hingegen Freude: „Unser Start war mit der unglücklichen Niederlage in Schönstadt zwar nicht so berauschend, aber ich denke gerade in den letzten beiden Spielen, insbesondere in Kleinseelheim, haben wir gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist.“ Dass allen voran die Mardorfer Offensive in dieser Spielzeit eine starke Durchschlagskraft entwickeln kann, deutet sich bereits an. Wenn Paul Kobienia und Leon Schick ins Rollen kommen, brannte es während der vergangenen zwei Partien in den Defensivreihen der Gegner teilweise lichterloh. „Mich freut es, dass sich unsere Offensivabteilung immer besser versteht, was nicht zuletzt dem Zusammenspiel von Leon Schick und Paul Kobienia geschuldet ist“, so Mardorfs Keeper weiter. „Es macht großen Spaß von hinten dabei zuzusehen, wie die beiden harmonieren.“ Ob dies auch am Sonntag so sein wird, bleibt abzuwarten. Die Neustädter verfügen über einen taktisch gut eingestellten und erfahrenen Defensivverbund, der dem SVM das Leben schwer machen will.

Zum Abschluss zeigt sich Mardorfs Nummer eins selbstkritisch: „Die Anzahl der Gegentore schmeckt mir noch nicht, woran ich natürlich auch nicht ganz unschuldig bin.“

Mardorfs zweiter Anzug feierte am vergangenen Donnerstag den ersten Saisonsieg, der den Akteuren jedoch wenig Freude bereitete, kam er doch kampflos zustande. Der SVM II hätte gegen die Reserve des RSV Kleinseelheim gerne im sogenannten „Norweger-Modell“ gespielt, doch letztlich bekam der RSV die hierzu nötigen neun Spieler nicht zusammen, sodass die Partie kampflos an den SVM ging. Will man nun also auch endlich die ersten Punkte auf dem Platz einfahren, wird die Mannschaft von Trainer Patrick Brandwein eine Leistung wie in Abschnitt zwei am vergangenen Sonntag benötigen, um die VFL-Reserve vor Probleme zu stellen.

Die beiden Partien werden wie gewohnt um 13:00 Uhr und um 15:00 Uhr angepfiffen. Unsere Spieler freuen sich auf eure Unterstützung.