\n \n


Willkommen
Willkommen auf der Homepage des SV 1921 Mardorf e.V.
Auswärtsspiele



Vorbericht

SVM zu Gast in Langenstein und in Wetter

Die beiden Mardorfer Teams schwimmen aktuell nicht gerade auf einer Erfolgswelle. Zumindest konnte die Reserve in den letzten Wochen wenigstens einen Dreier gegen Wohratal II einfahren, ansonsten musste sich Mardorfs zweiter Anzug aber genau wie die erste Mannschaft mit Niederlagen begnügen.

Und durch eben diese Niederlagen der vergangenen Wochen wurde die erste Mannschaft in der Tabelle ein Stück weit nach unten durchgereicht. Auch das Erreichen des sechsten Platzes, auf den der SVM bis zuletzt noch ein Auge geworfen hatte, scheint bei nur noch fünf verbleibenden Spielen in der Hinserie und sechs Punkten Rückstand eher utopisch. Den sechsten Platz zu erreichen war eines der Ziele für die Hinserie. SVM-Stürmer Paul Kobienia meint mit Blick auf die Negativserie: „Vielleicht machen wir uns aktuell auch zu viele Gedanken, eventuell auch wegen diesem sechsten Platz.“ In der Hauptsache geht es für die Schwarz-Gelben nach zuletzt vier punkt- und torlosen Spielen ohnehin erst einmal darum, endlich einmal wieder ein Erfolgserlebnis, sprich Tore und Punkte, zu erspielen. Der VFB Wetter II, auf den der SVM am Sonntag um 13:00 Uhr in Amönau trifft, wird die Schwächephase der Mardorfer ausnutzen wollen, auch wenn die Nordkreisler nach lediglich einem Sieg in den letzten fünf Spielen nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzen dürften. Die Gruppenliga-Reserve kämpft aktuell im unteren Tabellendrittel, mit zwölf Punkten belegen die Wetteraner derzeit Rang 14. Paul Kobienia kann die Lage für Sonntag nur schwer einschätzen: „Ich dachte auch wir würden gegen Stadtallendorf gewinnen. Am Sonntag gehe ich offen in die Partie, wir können gewinnen, wenn wir unser zuletzt vermisstes Potential wieder abrufen.“

Aus Mardorfer Sicht gibt auch die momentan fehlende Durchschlagskraft in der Offensive Rätsel auf. Konnte der SVM seinen Offensivmotor in den vergangenen Jahren noch ohne große Probleme durch den TÜV bringen, so hat sich nun scheinbar ein Kolbenfresser eingeschlichen. Kobienia äußert: „Uns fehlen die spielerischen Ideen nach vorne, als einzige Spitze ist es für mich zudem oftmals schwierig gegen die gegnerischen Abwehrketten.“ Andere Teams hätten sich weiterentwickelt und wüssten, wie man den SVM bespielen kann, gibt Kobienia zu Protokoll. Die Greb-Elf hat mit 16 Toren bisher die drittwenigsten Treffer der Liga erzielt und auch Kobienia selbst, auf dessen Treffer sich der SVM in den letzten Jahren immer verlassen konnte, bleibt mit bisher vier Treffern in zwölf Spielen deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Ich bin derzeit auch noch nicht in Top-Form“, weiß Kobienia seine Verfassung einzuschätzen.

Auch ein in den letzten Jahren nie dagewesenes Verletzungspech macht die kommenden Aufgaben nur minder einfacher. Selbstredend sollte man nicht jede Leistung auf das Fehlen einiger Stammkräfte schieben, doch es fällt schon auf, dass der SVM seine besten Saisonspiele gegen Südkreis und Rosphe mit nahezu voller Kapelle absolviert hat. Man muss nun Punkte holen, um im Frühjahr des nächsten Jahres mit einem ordentlichen Punktepolster in die Restrunde gehen zu können. Derzeit belegt der SVM mit 16 Punkten und 16:21 Toren Tabellenrang neun. „Wir sitzen nach dem Spiel in der Kabine und wissen selbst nicht, woran es aktuell liegt“, gibt Kobienia ein Stimmungsbild der Mannschaft wieder. Der 21-jährige hofft, nach einer im Training erlittenen Verletzung rechtzeitig für das Spiel fit zu sein.

Mit dem SV Mardorf II und dem SV Langenstein II treffen bereits am Samstag zwei Reserveteams aufeinander, die im um unteren Tabellendrittel zu Hause sind (Mardorf Rang elf, Langenstein Platz zwölf). Der SVL II konnte bisher erst einen Dreier erspielen (in Niederklein), der SVM hat durch den bereits angesprochenen Sieg gegen Wohratal und den Last-Minute-Punktgewinn in Roßdorf wenigstens schon vier Zähler auf die Haben-Seite verbucht. Personell wird Reservetrainer Patrick Brandwein wohl auch am Samstag nicht die Qual der Wahl haben, nichtsdestotrotz wird der SVM mit einem ordentlichen Kader nach Langenstein reisen und alles in die Waagschale werfen, um beim Tabellennachbarn zu punkten.


Spielbericht

Sechs-Punkte-Wochenende: SVM-Teams gewinnen in Langenstein (0:8) und beim VFB Wetter II (1:4)

Mardorfs Cheftrainer Lukas Greb strahlte nach dem gestrigen Auswärtssieg mit der Oktobersonne um die Wette. „Heute hat meine Mannschaft Herz, Galligkeit und Leidenschaft gezeigt, ich bin sehr stolz auf das Team“, und man merkte Mardorfs Übungsleiter deutlich an, wie wichtig dieser Sieg nach zuletzt vier Pleiten in Folge für die Moral war. Das sich der SVM beim VFB Wetter II letztlich so deutlich durchsetzen konnte, ist allen voran auf eine geschlossen starke Mannschaftsleistung zurückzuführen.

Es hat mittlerweile schon etwas von einer Dauerschleife, wenn man über die Mardorfer Personalsituation berichtet. Zu den ohnehin schon zahlreich verletzten Spielern gesellten sich gestern noch die erkrankten Lukas Greb und Jonathan Steinert sowie Kapitän Johannes Greb. Und als nach nicht einmal fünf gespielten Minuten auch Paul Kobienia verletzt vom Feld musste, konnte man fast meinen, der Fußballgott wolle dem SVM so richtig eins auswischen. „Es ist eine nach wie vor anhaltende, dramatische personelle Situation“, bringt Cheftrainer Greb die Lage auf den Punkt. Mit Sascha Nau-Muth und Lukas Hof standen zwei Spieler in der Startelf, die bereits tags zuvor im Reservespiel über weite Strecken aktiv waren. Und für den verletzten Kobienia kam mit Reservekapitän Hendrik Schick ein weiterer Spieler in die Partie, der ebenfalls beim Kantersieg in Langenstein auf dem Feld stand. Kurz vor Spielende musste mit Marius Mengel auch noch der etatmäßige Ersatzkeeper für einige Minuten als Feldspieler mitwirken. Daniel Lanio resümierte nach dem Spiel treffend: „Egal wie die Personalsituation bei uns auch ist, hier spielen elf Mardorfer Fußballer und die geben alles für das Team und den Verein.“ Und so machten die Schwarz-Gelben gestern aus der Not eine Tugend.

Der SVM begann engagiert und als der umsichtig leitende Schiedsrichter Karl-Friedrich Müller den Gästen in rund 20 Metern Torentfernung einen Freistoß zugesprochen hatte, den Leon Schick nach neun Minuten im Tor versenkte, hatte der SVM den perfekten Start erwischt und konnte nach vier Wochen endlich wieder über einen Treffer jubeln. Wetters Mahamed Yuusuf Geedi hätte die Kräfteverhältnisse sechs Zeigerumdrehungen später wieder zurechtrücken können, sein Freistoß klatschte auf den Querbalken. Zehn Minuten später markierte der SVM ebenfalls einen Aluminiumtreffer, allerdings mit der Wirkung, dass Leon Schicks Torabschluss, nach schönem Zuspiel von David Greb, vom Innenpfosten ins Tor prallte – 0:2! Und die Mardorfer hätten die nachlässige VFB-Defensive in der Folge erneut bestrafen können, nach Vorarbeit von Hendrik Schick scheiterte Jerome Stock am gut parierenden Keeper Fabian Koch. Für den SVM lief aber in Abschnitt eins nicht alles wie am Schnürchen. Sekunden vor dem Pausentee spitzelte Niklas Rhiel das Spielgerät zu kurz auf Keeper Ebinger zurück, Wetters Ben Schäfer hatte den Braten gerochen, erlief die Kugel und konnte mit wenig Mühe zum Anschlusstreffer einschieben.

Nach dem Kabinengang kam die Greb-Elf aktiv aus den Katakomben, SVM-Routinier Sascha Nau-Muth tankte sich über die linke Seite durch, sein Torabschluss konnte Wetters Schlussmann nur abklatschen lassen, Jerome Stocks Nachschuss strich hauchzart am Pfosten vorbei (47.). Fünf Minuten später fasste sich David Greb ein Herz und zog aus der Distanz ab, VFB-Keeper Koch parierte sicher. Dann konnte der SVM aber den alten Abstand wieder herstellen: Jerome Stock eroberte mit feinem Tackling im Mittelfeld den Ball, bediente Leon Schick, der wieder Maß nahm und zum 1:3 vollendete (55.).

Weil die Gäste dann den Fuß vom Gaspedal nahmen, beruhigte sich die Partie etwas, was der Heimelf aber auch nicht weiter in die Karten spielen sollte. Zwar kam die Gruppenliga-Reserve etwas besser auf, stellte Mardorfs Schlussmann Ebinger aber vor keine großen Probleme. Die Gäste hingegen agierten in dieser Spielphase gefällig bis zum finalen Drittel, was das Treiben recht ansehnlich machte, der finale Pass erwies sich jedoch oftmals als zu unsauber. Einzig David Greb nach starker Einzelaktion zwang Keeper Koch zur Parade (73.), doch im Anschluss mussten die Mardorfer Anhänger nicht mehr lange auf den nächsten Treffer warten, der SVM hatte noch einen Pfeil im Köcher: Jerome Stock servierte nach 80 Minuten für Leon Schick, der mit seinem vierten Treffer im Spiel und seinem achten Saisontor den Endstand markierte. Lukas Greb war nach Spielschluss sichtlich zufrieden mit seinen Jungs: „Mit dieser Aufstellung hätte uns niemand ein Erfolgserlebnis zugetraut, die Mannschaft hat aber gezeigt, was ein echtes Team leisten kann. Wir werden in den noch ausstehenden vier Spielen versuchen, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Ich bin optimistisch, dass noch ein paar Punkte dazukommen und dann werden wir sehen, für was es am Ende reicht.“

Auch Mardorfs zweiter Anzug wollte sich in Langenstein den Frust von der Seele schießen, was der Brandwein-Elf eindrucksvoll gelingen sollte. Am Ende standen acht Treffer auf der Haben-Seite, für die sich Lukas Hof (2), Süleyman Barcin (2), Patrick Brandwein, Gabriel Steger, Hendrik Schick und Sascha Nau-Muth verantwortlich zeigten. Unter dem Strich war der Sieg zu keiner Zeit gefährdet, die „Zwote“ zeigte eine solide Leistung gegen ersatzgeschwächte Langensteiner. „Der hohe Sieg unserer zweiten Mannschaft war ebenfalls Balsam für die Vereinsseele! Höchsten Respekt für alle, die sich in den letzten Wochen in den Dienst der Mannschaften gestellt haben. In anderen Vereinen funktioniert dies augenscheinlich nicht so“, gab Cheftrainer Greb nach dem erfolgreichen Wochenende zu Protokoll.




17.10.2021: SV Mardorf - Eintracht Stadtallendorf II / TSV Erksdorf II


Vorbericht

Platzt gegen Stadtallendorf der Knoten?

Drei Spiele, drei Niederlagen, kein Tor geschossen und zehn Tore gefangen – so lautet die magere Bilanz des SVM seit dem Auswärtssieg vor drei Wochen in Kleinseelheim. Zwar hatte es der SVM in den drei Partien mit Cölbe, Wohratal und zuletzt Rauischholzhausen nicht gerade mit A-Liga-Leichtgewichten zu tun, doch man muss im Vereinsarchiv wohl schon einige Jahre zurückblättern, um eine Serie von drei Spielen in Folge zu finden, bei denen die Schwarz-Gelben nicht einen einzigen Treffer erzielen konnten.

Mit ausschlaggebend für den derzeitigen Mardorfer Durchhänger ist sicherlich auch die zum Teil dünne Personaldecke, die am Sonntag gegen die Zweitvertretung der Stadtallendorfer Eintracht aber wohl etwas stabiler wird. In den nun folgenden Partien ist die Elf des Trainergespanns Lukas Greb/Patrick Brandwein zum Punkten verdammt, will man im Rennen um die Play-Off-Plätze doch noch ein Wörtchen mitreden. Der Zug dorthin ist sicher noch nicht abgefahren: mit 16 Punkten und Tabellenplatz neun hat der SVM lediglich drei Punkte Rückstand auf den sechsten Tabellenrang. Auf diesen hat aber auch der sonntägliche Kontrahent berechtigterweise ein Auge geworfen, denn die Elf von Trainer Marco Loi ist ebenfalls nur drei Punkte von den Play-Off-Plätzen entfernt und findet sich in der Tabelle einen Platz vor dem SVM wieder. Die Herrenwälder können am Sonntag den Schwung aus zuletzt zwei Siegen gegen Kleinseelheim und Cölbe mitnehmen und werden versuchen, mit dem SVM einen direkten Konkurrenten auszustechen. Ihre Siege holte die Stadtallendorfer Zweite in der laufenden Spielzeit oftmals mit namhafter Unterstützung aus ihrem Hessenliga-Kader, was unter anderem der TSV Caldern und eben zuletzt der FV Cölbe leidvoll erfahren mussten.

Für den SVM geht es am Sonntag darum, endlich wieder in die Erfolgsspur zu finden. Gerade in den vergangenen Jahren waren die Mardorfer auf heimischem Geläuf äußerst schwer zu bezwingen, in der laufenden Spielzeit konnte der SVM jedoch erst neun Punkte auf dem Sportplatz an der Hardt erspielen. Bela Arendt kehrt nach abgesessener Rot-Sperre in den Kader zurück, auch Kapitän Johannes Greb und Etienne Stock sind wieder mit an Bord, doch mit Frederik Rosenberg, Lukas Wilschke und Lukas Greb fehlen wichtige Stützen und hinter dem Einsatz von Leon Schick und Till Stephany stehen Fragezeichen. Es gibt also bessere Voraussetzungen, um wieder auf die Erfolgsspur abzubiegen.

Bessere Voraussetzungen könnte auch Mardorfs Zweitvertretung mit Blick auf Sonntag brauchen, wenn der B-Liga-Spitzenreiter TSV Erksdorf II zu Gast ist. Die Reserve musste sich mit ihrem letzten Aufgebot zuletzt deutlich mit 7:0 in Rauischholzhausen geschlagen geben, die Aufgabe am Sonntag ist nur unmerklich einfacher.

Wir drücken unseren Teams die Daumen, unsere Spieler freuen sich auf eure Unterstützung.


Spielbericht

Vierte Niederlage in Folge: Mardorf verliert auch gegen die Stadtallendorfer Eintracht

Der SVM musste sich auch am gestrigen Sonntag mit einer Niederlage abfinden und wartet nunmehr seit vier Spielen auf Punkte und Tore. In einer durchwachsenen A-Liga-Partie sorgten Stadtallendorfs Jerome Kauffmann und der eingewechselte Lucas Rambow für die Treffer (28./75.). Vom Start weg entwickelte sich eine zerfahrene Partie, die nur wenige Höhepunkte für die rund 60 Zuschauer bereithielt. Erste zarte Torannäherungen verpufften, Stadtallendorf näherte sich durch einen Freistoß dem Mardorfer Gehäuse (12.), der SVM kam nach schönem Zuspiel von Jerome Stock auf Paul Kobienia zum ersten Mal gefährlich vor das Gästetor, doch Daniel Lanio verpasste die Kobienia-Hereingabe knapp (15.).

Wie aus dem Nichts gingen die Gäste dann nach 28 Minuten in Führung und die Heimelf musste wie schon oft in dieser Saison wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen. Stadtallendorfs Diego Lamm hätte sogar noch erhöhen können, verzog aber via Distanzschuss und Lupfer (38./45.), sodass der SVM nach einer durchschnittlichen ersten Hälfte mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine ging.

Mit Wiederanpfiff präsentierte sich der SVM verändert. Fehlte in Abschnitt eins oftmals die Bindung zum Spiel, legte die Heimelf zu Beginn von Durchgang zwei an Tempo zu, war aber Sekunden nach Freigabe des Spiels durch den sicher leitenden Schiedsrichter Martin Koch im Glück, als Stadtallendorfs Dino Casagrande das Spielgerät unter Keeper Ebinger durchspitzelte, das Ziel aber knapp verfehlte. Im Gegenzug musste auch TSV-Keeper Dirk Novosad eingreifen, Stadtallendorfs Torwart-Routinier lenkte einen Ball von Daniel Lanio reaktionsschnell gegen den Querbalken, Lanio stand bei seinem Torabschluss jedoch im Abseits. In der Folge verflachte die Partie wieder zusehends, der Greb-Elf fehlten die Ideen im Aufbauspiel, Mardorfs Stürmer Kobienia als einzige Spitze hing größtenteils in der Luft oder war bei Stadtallendorfs Kevin Dippel in besten Händen, kurzum: in der Offensive fehlte den Hausherren der letzte Punch. Und als Lucas Rambow kurz nach seiner Einwechslung mit einem eleganten Schlenzer SVM-Schlussmann Ebinger keine Abwehrchance ließ, hatte die Partie ihre Vorentscheidung gefunden. Die Schwarz-Gelben konnten nicht mehr viel entgegensetzen, aber auch die Gäste schienen sich mit dem 0:2 angefreundet zu haben, lediglich Kauffmann zwang Ebinger per Freistoß nochmals zu einer Faustabwehr (83.), kurz vor Spielende verzog Kobienia frei vor TSV-Keeper Novosad.

Der SVM steckt nach der vierten Niederlage in Folge weiter in der Krise und schafft es derzeit nicht, das vorhandene Potential auf den Platz zu bringen. Gestern verdienten sich Dauerläufer Daniel Lanio und Bela Arendt ein Sonderlob, es bedarf aber einer Leistungssteigerung aller Akteure, um den Bock nun endlich wieder umzustoßen. Sorge bereitet auch die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive, das A-Liga-Urgestein wartet seit nunmehr vier Spielen auf einen Torerfolg. Die Personalprobleme halten zudem weiter an, neben den verletzten Lukas Greb, Till Stephany, Frederik Rosenberg und Lukas Wilschke musste gestern auch Marvin Werneburg mit einer schweren Knieverletzung ausgewechselt werden.

Von Personalproblemen ist auch Mardorfs zweite Mannschaft geplagt und so hatte Trainer Patrick Brandwein auch gestern wieder Probleme, eine Mannschaft stellen zu können. Zum Glück kann sich der SVM auf einige Alte-Herren-Spieler und Stand-by-Fußballer verlassen, die auch gestern wieder die Schuhe für Schwarz-Gelb schnürten. Spielertrainer Brandwein brachte seine Farben kurz nach Anpfiff in Führung, letztlich konnte sich der Tabellenerste aus Erksdorf aber mit 1:3 durchsetzen.

Für den SVM geht es am Samstag in Langenstein weiter (Reserve / 13:00 Uhr), die erste Mannschaft spielt am Sonntag um 13:00 Uhr beim VFB Wetter II.
08.10./09.10.2021: Spvgg. Rauischholzhausen - SV Mardorf


Vorbericht

SVM zu Gast bei Ligaprimus Rauischholzhausen

Wenn am Samstag der SV Mardorf und die Spvgg. Rauischholzhausen aufeinandertreffen, könnten die gegenwärtigen Unterschiede nicht größer sein. Die Spielvereinigung ist seit fünf Spielen ungeschlagen, marschiert stark durch die laufende Saison und führt mit 25 Punkten das Klassement an. Allen voran auf eigenem Geläuf ist die Davis-Elf eine Macht, im Ranking der stärksten Heimteams belegt die Spvgg. mit 15 Punkten ebenfalls den Platz an der Sonne. Darüber hinaus stellen die Rauischholzhäuser mit Nicolai Lorch den derzeit besten Torjäger der A-Liga, Lorch traf bisher in zehn Spielen 14 Mal ins Schwarze. Ohnehin kann sich das Torverhältnis des Spitzenreiters sehen lassen: 37 geschossenen Toren stehen lediglich fünf Gegentreffer zu Buche. Mardorfs Niklas Rhiel weiß, dass am Samstag ein dickes Brett zu bohren ist: „In den letzten Jahren hatte Rauischholzhausen schon immer eine starke Offensive, jetzt stehen sie auch defensiv gut. Es ist logisch, dass sie ganz vorne mitspielen!“

Der SVM steckt hingegen nach den jüngsten zwei Partien, die gegen die Mitkonkurrenten aus Cölbe und Wohratal ohne geschossenes Tor und ohne Punkte endeten, in einer Mini-Krise. Die Mardorfer haben durch die neuerlichen Niederlagen den Anschluss an die Play-Off-Plätze zwar noch nicht gänzlich verloren, die Greb-Elf belegt mit 16 Punkten Tabellenplatz acht, darf sich nun aber nicht mehr allzu viele Ausrutscher erlauben, wenn der angestrebte sechste Platz nach Abschluss der Hinrunde erreicht werden soll. „Die oft gepredigten Mardorfer Tugenden müssen auch in Rauischholzhausen wieder herhalten“, meint Rhiel mit Blick auf die schwere Auswärtspartie. „Die Zweikämpfe eingehen, eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen, stabile Defensivarbeit und die wenigen Torchancen konsequent nutzen!“

Die Favoritenrolle ist am Samstag also klar verteilt. So wie etwa am letzten Sonntag ein paar Ligen weiter höher, als die Frankfurter Eintracht als klarer Außenseiter zum FCB nach München reiste. Und während vielerorts nur über die Höhe des Bayernsieges philosophiert wurde, gewann die SGE mit Kampf und Leidenschaft beim scheinbar übermächtigen Rekordmeister. Frankfurt-Anhänger Rhiel meint: „Es hat keiner erwartet, dass die Eintracht in München gewinnt. Die Konstellation bei uns ist aber etwas anders. Die Eintracht ging mit einem Erfolgserlebnis aus dem Europacup im Rücken in die Partie, wir fahren nach zwei Niederlagen nach Rauischholzhausen.“

Ob dem SVM am Samstag ebenfalls eine Überraschung gelingen kann? Wer weiß. Bedenkt man dann noch, dass das Mardorfer Trainergespann auf eine Hand voll Stammspieler verzichten muss, werden die Aussichten nicht rosiger. Durch die Ausfälle von Kapitän Johannes Greb, Etienne Stock Lukas Wilschke, Frederik Rosenberg, Bela Arendt und evtl. Lukas Greb darf man gespannt sein, welche Spieler dem Ligaprimus am Samstag die Stirn bieten werden. „Das macht die Sache nicht einfacher, zumal es gegen einen wirklich starken Gegner geht“, meint Niklas Rhiel. „Die Spiele in den letzten Jahren gingen immer knapp aus“, erinnert sich Mardorfs 22-jähriger Defensivakteur, der bereits seine fünfte Seniorensaison für Schwarz-Gelb spielt.

Das Reservespiel findet auf Wunsch des SVM bereits am heutigen Freitag statt (auch hier noch einmal Danke für die kurzfristige Zusage zur Verlegung, liebe Spvgg.!!). Die zweite Mannschaft der Rauischholzhäuser konnte bisher zehn Punkte erspielen, der SVM II muss den Rückenwind aus dem Heimsieg mitnehmen, um bei der Spvgg. zu bestehen. Es ist zu erahnen: wenn bei der ersten Mannschaft schon so viele Spieler fehlen, sieht der Kader der Reserve nicht viel besser aus. Machen wir mit beiden Mannschaften das Beste daraus!


Spielbericht

Mardorf verliert in Rauischholzhausen

Für die ersatzgeschwächte Mardorfer Elf war die Spielvereinigung Rauischholzhausen letztlich eine Nummer zu groß, am Ende musste sich der SVM mit 5:0 deutlich geschlagen geben. Dabei agierten die Schwarz-Gelben zu Beginn der Partie äußerst aufmerksam und so schaffte es die Greb-Elf, die favorisierten Rauischholzhäuser durch Einsatz und Geschick vom eigenen Kasten fernzuhalten.

Nur ist die defensive Grundausrichtung, mit der die Konkurrenz die Rauischholzhäuser besucht, kein taktisches Mittel mit besonderem Überraschungseffekt. Doch viele Mardorfer Anhänger stellten sich am gestrigen Samstag die Frage, welchen Ausgang die Partie wohl genommen hätte, wenn der SVM nicht schon nach 17 bzw. 22 Minuten verletzungsbedingt auf Spielertrainer Greb und Abwehrchef Till Stephany hätte verzichten müssen. Denn bis dato hatten die Gäste das Geschehen im Griff, die Körpersprache stimmte, jeder Spieler war auch verbal bei der Sache. Doch die beiden Ausfälle auf Mardorfer Seite wirkten bei der Heimelf wie einer Art Initialzündung. Die Hausherren kamen in der Folge besser in die Partie und auch zu ersten Abschlüssen, doch Traut und Gantenberg verzogen deutlich (26./28.). Gantenberg war es dann aber, der nach feiner Ebinger-Flanke auf 1:0 stellen konnte (33.). Und als Spieler und Zuschauer schon auf den Halbzeitpfiff warteten, schlug die favorisierte Heimelf erneut zu und stellte in Person von Andre Traut noch vor dem Pausentee auf 2:0.

Der zweite Durchgang gehörte dann fast vollumfänglich der Davis-Elf und die Spvgg. versetzte dem SVM bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff einen entscheidenden Tiefschlag. Dennis Visosky umspielte Mardorfs Niklas Rhiel und gab die Kugel in den Strafraum, wo Lorch Mardorfs Keeper Ebinger aus kurzer Distanz keine Abwehrchance ließ. Die Grün-Weißen drückten den SVM nun in die eigene Hälfte, es gab nur noch wenige Mardorfer Entlastungsangriffe. Die Folge war das 4:0 durch Lorch (57.), der einen Fehler in der Mardorfer Hintermannschaft ausnutzte. Die Spvgg. drosselte nun das Tempo, war aber zu jeder Zeit Herr der Lage und konnte in Minute 71 noch das 5:0 durch Robin Ebinger erzielen. Der SVM trat in Durchgang zwei nur hin und wieder in der Offensive in Erscheinung, meist machte Sturmführer Paul Kobienia die Bälle fest, es fehlte aber an Anspielstationen, um in die gefährlichen Räume vorzudringen. Der Sieg der Heimelf geht unter dem Strich natürlich in Ordnung, durch weniger individuelle Fehler hätte der SVM jedoch Schadensbegrenzung betreiben können. So steht unter dem Strich die dritte Niederlage in Folge ohne einen erzielten Treffer. Nächste Woche ist die Zweitvertretung der Stadtallendorfer Eintracht beim SVM zu Gast, für den es nun darum geht, ordentlich Punkte zu sammeln, um doch noch Platz sechs erreichen zu können.