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Willkommen auf der Homepage des SV 1921 Mardorf e.V.
05.09.2021: RSV Roßdorf - SV Mardorf


Vorbericht

Lokalderby am Sonntag: Mardorf zu Gast in Roßdorf

Was ist über dieses Derby in der Vergangenheit nicht schon alles geschrieben worden? „Die Mutter aller Derbys“ oder „Das ewige Derby der A-Liga“, die Lokalpresse und die Social-Media-Abteilungen der beiden Vereine wussten in der Vergangenheit stets, wie das Derby angemessen anzupreisen ist. Dabei bedarf es gar nicht vieler Worte wenn der SV Mardorf und der RSV Roßdorf, egal auf welchem Terrain, aufeinandertreffen. Jeder Anhänger der beiden Vereine und jeder Kenner der lokalen Fußballszene weiß beim Aufeinandertreffen der Nachbarn, was die Stunde geschlagen hat.

„Es ist das erste Derby nach zwei Jahren Coronapause, da muss jeder Spieler und Fan heiß auf dieses Spiel sein“, ist Mardorfs Daniel Lanio die Vorfreude auf Sonntag deutlich anzumerken. Und in der Tat: die Coronakrise machte zwar das Fußballspielen wieder möglich, doch aufgrund der verfügten Lockdowns während der Pandemie sollten die Teams ganze zwei Jahre nicht mehr aufeinandertreffen. Die jüngsten Derbys fanden am 25.08.2019 und 26.05.2019 in Roßdorf statt, beide Spiele konnte der SVM siegreich gestalten (2:3 und 1:2). Zuvor ging der RSV in Mardorf zwei Mal als Sieger vom Feld (2:3 und 0:2 im Frühjahr und Herbst 2018) und der geschichtsträchtige 7:1-Sieg der Schwarz-Gelben in Roßdorf liegt nun schon über vier Jahre zurück (25.08.2017). Um die Derbychronik nicht unnötig zu strapazieren, werfen wir nur einen Blick zurück auf die Derbystatistik seit der Saison 1980/1981. Seit dieser Spielzeit trafen der SVM und der RSV in 59 Meisterschaftsspielen aufeinander, der SVM erzielte hierbei 100 Tore, der RSV 117 Treffer, Mardorf holte seit Beginn der 80er-Jahre 71 Punkte in den Derbys, der RSV hat hier mit 98 erspielten Punkten deutlich die Nase vorn.

Ein Blick ins Archiv ist immer ein schöner Beigeschmack zum Derby, dürfte aber auf den Spielausgang am Sonntag nur bedingt Einfluss haben. In der laufenden Spielzeit hinkt der SVM seinen Ansprüchen etwas hinterher und lässt auch den schönen Offensivfußball, der ihn in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat, noch größtenteils vermissen. Daniel Lanio, der in seinen zwölf Jahren SVM fast schon alle Höhen und Tiefen in den Nachbarschaftsduellen mitgemacht hat, weiß daher um die Rolle seines Teams vor dem Duell: „Roßdorf ist nach vier Siegen in vier Spielen am Sonntag natürlich der Favorit!“ Für seine Mannschaft gilt es laut Lanio, nach den zuletzt schwachen Spielen wieder über die Grundtugendenden des Fußballs -Einsatz, Wille, Laufbereitschaft- in die Erfolgsspur zurückzukommen. „Nur wenn wir geil auf die Zweikämpfe sind, haben wir in Roßdorf eine Chance“, gibt Lanio eine klare Marschrichtung vor. „An ein Spiel wie in Fronhausen, wo wir weder kämpferisch noch spielerisch überzeugt haben, kann ich mich in meiner bisherigen Zeit beim SVM nicht erinnern“, hadert Lanio zudem mit der Leistung vom vergangenen Mittwoch. Lanio ist sicher, dass sein Team in der laufenden Spielzeit bei weitem noch nicht die Leistung abgerufen hat, zu der die Mannschaft in der Lage ist.

Tabellarisch klafft zwischen den beiden Kontrahenten bereits eine erhebliche Lücke, auch wenn das Tabellenbild nach vier Spieltagen nicht ganz so viel Aussagekraft hat. Der RSV belegt derzeit Tabellenplatz zwei (12 Punkte, 10:3 Tore), der SVM ist durch die zwei Niederlagen auf Rang 10 abgerutscht (6 Punkte, 4:5 Tore). Die Roßdorfer marschieren gegenwärtig souverän durch die Liga und konnten schon Siege gegen unangenehm zu bespielende Mannschaften wie die FSG Südkreis, den FV Cölbe und den TSV Wohratal einfahren.

Derby! In! Roßdorf! Mehr Worte sind für Sonntag nicht nötig. Das Wetter spielt wie immer beim Auswärtsderby mit, es dürften sich zahlreiche Zuschauer zum Sportplatz am Einweg aufmachen, der auch in diesem Jahr zum Derby in einem fantastischen Zustand ist. „Wir wollen Vollgas geben und das Derby mit der Unterstützung unserer Fans gewinnen“, sagt Daniel Lanio erwartungsvoll.

Neben den ganzen sportlichen Gesichtspunkten haben die Roßdorfer darüber hinaus für Sonntag eine schöne Aktion geplant. An den Eingängen werden Spendenboxen aufgestellt, die gesammelten Gelder kommen Familie Lauer aus Mardorf zu Gute, die bei einem Brand ihr fast bezugsfertiges Wohnhaus verloren hat. Fußball verbindet eben!




Spielbericht

Mardorfs Keeper halten die Punkte fest: beide Teams mit einem Unentschieden im Derby

Durch zwei herausragende Leistungen der beiden Keeper Thomas Ebinger und Marius Mengel konnten die SVM-Teams am gestrigen Sonntag jeweils ein Unentschieden im Derby beim RSV Roßdorf einfahren. Dramatik bot hierbei allen voran das Spiel der beiden Reserveteams, in dem der SVM eine starke kämpferische Leistung zeigte. Die Heimelf sah sich schon als Sieger, nachdem Josef Fritsch seine Farben in Führung gebracht hatte. Nach einem unnötigen Foul von Mardorfs Philipp Hetzer blieb dem Unparteiischen keine andere Wahl als auf den Punkt zu zeigen. Fritsch scheiterte zunächst am glänzend reagierenden SVM-Schlussmann Mengel, im Nachschuss brachte er den RSV dann in Front (90.). Als sämtliche der bereits zahlreich anwesenden Zuschauer mit dem Schlusspfiff rechneten, hatte der SVM in Minute fünf der Nachspielzeit noch einen Pfeil im Köcher. Die Brandwein-Elf bekam einen letzten Freistoß zugesprochen, den Sascha Nau lehrbuchmäßig vor das Tor zirkelte, wo erneut Philipp Hetzer im Mittelpunkt stand und das Leder sehenswert zum Ausgleich einschweißte.

Die Partie der ersten Mannschaften begann in der Folge verhaltener und gab den Zuschauern nach der rasanten Schlussphase im Reservespiel Zeit durchzuatmen. Rund 200 Fußballbegeisterte gaben dem Derby einen passenden Rahmen, die Sonne strahlte. Die Heimelf konnte den ersten gelungenen Angriffszug starten, ein Freistoß von Louis Lauer segelte aber ungefährlich über das Tor (2.). Der SVM benötigte einige Minuten um sich zu akklimatisieren, erst nach einer Viertelstunde prüfte Leon Schick mit einem satten Distanzschuss RSV-Schlussmann Hübner. Verletzungsbedingt mussten die Schwarz-Gelben früh auswechseln, für Lukas Wilschke gab Paul Kobienia nach überstandener Verletzung sein Comeback. Chancen blieben in der Folge zunächst Mangelware, doch beide Kontrahenten konnten noch jeweils einen Hochkaräter produzieren. Zunächst drosch Roßdorfs Milan Völker das Spielgerät perfekt auf den Mardorfer Kasten und zwang so Keeper Ebinger zu einer feinen Parade, Mardorfs Schlussmann lenkte das Leder an den Pfosten (38.). Kurz vor dem Pausentee hätte Mardorfs Spielertrainer Lukas Greb seine Farben in Führung bringen können, sein Drehschuss aus rund fünf Metern wurde von RSV-Keeper Hübner stark pariert.

Im zweiten Durchgang agierten die Roßdorfer stärker und konnten oft in die gefährlichen Räume vordringen. Doch spätestens bei Keeper Ebinger war Schluss. Mardorfs Nummer eins präsentierte sich gestern in bester Verfassung und hielt mehrmals das Stoppschild hoch. Einen Freistoß von Mark Nemet wehrte Ebinger per Faustabwehr ab (55.), auch Milan Völker fand in Ebinger bei seinem Versuch aus der Distanz seinen Meister (65.). Und als Louis Lauer Mardorfs Keeper bereits umkurvt hatte, kam Niklas Rhiel zur Hilfe und rettete in höchster Not (68.).

In der 82. Minute konnte dann auch endlich die Frage geklärt werden, welcher Mardorfer Akteur als erster Spieler die wiedereingeführte 10-Minuten-Strafe erhält. Bela Arendt, von vielen in dieser Kategorie heiß gehandelt, musste nach einer Verwarnung in Abschnitt eins und einem Foulspiel für zehn Minuten vom Feld. In der Schlussphase rückte wieder Keeper Ebinger ins Rampenlicht. Zunächst lenkte er einen Schuss von Moritz Nau mit den Fingerspitzen an die Latte und auch in der Schlussminute war Ebinger gegen seinen ehemaligen Mitspieler aus Jugendzeiten, Marcel Orth, zur Stelle.

Der SVM präsentierte sich in Roßdorf deutlich galliger als noch in den Vorwochen, in der Offensive fehlten den Schwarz-Gelben aber die zündenden Ideen. Dank einer starken Abwehrleistung, für die sich allen voran Keeper Ebinger und Till Stephany verantwortlich zeichneten, hielten sich die Mardorfer defensiv schadlos und blieben so zum dritten Mal in der laufenden Spielzeit ohne Gegentor.

Am kommenden Sonntag werden die Aufgaben für beide Teams nicht einfacher, dann ist die FSG Südkreis in Mardorf zu Gast.


01.09.2021: SG Salzböde/Lahn - SV Mardorf (Spielort: Fronhausen)




Spielbericht

1:0-Niederlage in der englischen Woche bei der SG Salzböde/Lahn

Ein abgefälschter Distanzschuss von SG-Toptorschütze Marcel Ngan Ngan (13.) sorgte am gestrigen Mittwochabend dafür, dass der SVM auch im zweiten Spiel in Folge den Platz als Verlierer verlassen musste. Sah man sich am vergangenen Sonntag noch einem Gegner gegenüber, der wohl andere Ansprüche als man selbst hat, schmerzt die gestrige Niederlage insofern, als die SG Salzböde/Lahn wohl tabellarisch auf Augenhöhe gesehen werden kann.

Die Schwarz-Gelben hatten den besseren Start in die Partie. Bereits nach sieben Minuten schlug Mardorfs Spielertrainer Lukas Greb einen Diagonalball auf Leon Schick, der das Spielgerät aus spitzem Winkel jedoch knapp über das Gehäuse setzte. Der Führungstreffer war für die SG dann aber eine Art Weckruf in Abschnitt eins. Die Hausherren ließen sich in der Folge tief in die eigene Hälfte zurückfallen, warteten bis die Schwarz-Gelben über die Mittellinie vorstießen, um dann überfallartig das Gegenpressing zu starten. Von dieser Spielweise zeigten sich die Gäste ein ums andere Mal überfordert, was etliche Ballverluste und Abspielfehler im Mittelfeld zur Folge hatte. Für den SG-Abwehrverbund um Spielertrainer Justin Gries fanden die Mardorfer darüber hinaus nur selten einen Knotenlöser, sodass in Durchgang eins Chancen größtenteils Mangelwaren blieben. Daniel Lanio bediente in Minute 30 Leon Schick, der das Spielgerät direkt weiter in den Strafraum bugsierte, wo David Greb die Kugel aber nicht scharf genug in Richtung SG-Gehäuse bringen konnte und so Salzbödes Schlussmann Maximilian Müller vor keine Probleme stellte. Drei Zeigerumdrehungen später war Frederik Rosenberg in bester Abschlussposition, traf dann aber die falsche Entscheidung und suchte den schlechter postierten Nico Sachwitz, anstatt den Ball aufs Tor zu bringen. Auch die Heimelf konnte hin und wieder Nadelstiche setzen, ohne dabei aber wirklich gefährlich zu werden. Ein Freistoß von Heiko Kuhl nach vorherigem Foulspiel von SVM-Schlussmann Ebinger außerhalb des Strafraums flog am Kasten vorbei (38.), gegen SG-Spieler Ngan Ngan stand Ebinger erneut im Rampenlicht und konnte souverän zur Ecke lenken (39.). Sein Gegenüber Maximilian Müller musste nach einem Abschluss von Leon Schick sein Können unter Beweis stellen, hatte mit dem Schuss aber auch nicht wirklich Probleme.

Insgesamt fehlten dem SVM in Abschnitt eins die zündenden Ideen, um in die gefährlichen Räume vordringen zu können. Und da sich die Heimelf zunehmend auf die Defensive und ihr Pressing konzentrierte, dürften die rund 50 Zuschauer aufgrund der daraus resultierenden durchwachsenen ersten Halbzeit froh gewesen sein, als der Unparteiische Hartmut Martin zum Pausentee bat.

In Durchgang zwei antwortete der SVM auf den knappen Rückstand mit teils wütenden Angriffen. Allein, es half nichts. Auch Mardorfs Co-Trainer Patrick Brandwein erkannte schnell, dass „wir jetzt drin sind“ und wie wäre die Partie unter Umständen gelaufen, wenn Leon Schick nach feinem Zuspiel von Nico Sachwitz den Ausgleich erzielt hätte (47.)? Die Gäste waren nun deutlich aktiver, schienen sich auf das robuste Spiel der Kombinierten besser eingestellt zu haben und versuchten mit dem Mut der Verzweiflung den SG-Abwehrverbund zu knacken. Lange Bälle, kurze Pässe durch die Mittelfeldreihe, Flanken über die Außen: man kann den Mardorfer Spielern vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie nicht alles was gestern in ihren Möglichkeiten stand versucht hätten. Doch Torannäherungen blieben auch in Durchgang zwei schüchtern. Zu allem Überfluss mussten mit David Greb und Till Stephany noch zwei Spieler verletzungsbedingt zur Halbzeit vom Feld, die ihre Aufgaben in Abschnitt eins durchaus zufriedenstellend erledigt hatten. Die Heimelf verlagerte sich mehr und mehr in die Defensive und verteidigte zum Teil mit einfachsten Mitteln. Wenn die Gries-Elf gefährlich wurde, dann durch Konter, die aber oftmals unsauber zu Ende gespielt wurden und dadurch verpufften. In der Schlussviertelstunde warf der SVM noch einmal alles nach vorne, auch Keeper Ebinger stürmte in den Schlussminuten mit – an der knappen Niederlage sollte das alles aber nichts mehr ändern.

Am Sonntag hat der SVM das Derby beim RSV Roßdorf vor der Brust. Vielleicht kommt dieses Spiel zur richtigen Zeit, um den Bock wieder umzustoßen und gegen den Lokalrivalen zurück in die Erfolgsspur zu finden. Zu wünschen wäre es der aufopferungsvoll kämpfenden Mardorfer Elf, die bei etwas mehr Ballsicherheit und genauerem Passspiel wohl mit einem Unentschieden belohnt worden wäre.
29.08.2021 SV Mardorf - VFL Neustadt


Spielbericht

Neustadt eine Nummer zu groß: deutliche 0:4-Niederlage gegen den Meisterschaftsfavoriten

Die Kräfteverhältnisse waren am gestrigen Sonntag klar verteilt, die Gäste aus Neustadt wurden ihrer Favoritenrolle vor rund 80 Zuschauern mehr als gerecht. Sofort nach Anpfiff der Partie begannen die Rot-weißen forsch und spielten zielstrebig in Richtung Mardorfer Gehäuse. Und der agile Start der Kleinmann-Elf hätte sich schon recht schnell bezahlt machen können, aber Tom Bauscher scheiterte unter Bedrängnis am Torpfosten (3.). Und nach einem Eckball, den Mardorfs Bela Arendt zunächst klären konnte, verzog Neustadts Alexander Kulikov knapp (10.). Der SVM zeigte sich vom spielfreudigen Beginn der Ostkreisler beeindruckt und es dauerte bis zur 12. Minute, ehe auch die Greb-Elf halbwegs gefährlich vor das VFL-Tor kommen konnte, ein Freistoß von Nico Sachwitz flog aber über das Gehäuse der Gäste.

Die größten Chancen im ersten Abschnitt ergaben sich für beide Kontrahenten nach 25 Minuten und wer weiß wie die Partie gelaufen wäre, wenn Nico Sachwitz den SVM via Direktabnahme nach vorheriger Co-Produktion von David Greb und Leon Schick in Führung gebracht hätte, seinen Meister aber in Gäste-Keeper Schlegel fand. Quasi im Gegenzug hatte Neustadts Alexander Kulikov nach sauberer Flanke die Führung auf dem Kopf, sein Flugkopfball verfehlte das Ziel um wenige Zentimeter. Und so musste eine Fehlentscheidung des Unparteiischen Peter Bojanow herhalten, um die Gäste in Führung zu bringen. Kulikov stand beim Zuspiel klar im Abseits, Referee Bojanow hatte die Pfeife bereits im Mund, verweigerte aber den Abseitspfiff, Kulikov war es gänzlich egal und er schob trocken an SVM-Keeper Ebinger vorbei ins Tor. Und der VFL hätte nachlegen können. Niko Müller nach Flanke von Emre Sekmen und Kulikov nach erneuter Sekmen-Flanke vergaben beste Gelegenheiten. Überhaupt gingen die Neustädter zum Teil fahrlässig mit ihren Tormöglichkeiten um, was auch VFL-Trainer Mirco Kleinmann bemängelte. „Mit der Chancenverwertung war ich nicht zufrieden, wir müssen vor dem Tor noch konsequenter sein“, gab Kleinmann nach dem Spiel zu Protokoll. Ein Treffer gelang den Rot-Weißen in Durchgang eins dann aber doch noch, Tolga Cetincelik traf quasi mit dem Pausenpfiff zum 0:2. VFL-Coach Kleinmann wollte seiner Elf trotz der Führung für Durchgang eins aber kein gutes Zeugnis ausstellen: „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden“, resümierte der Übungsleiter der Gäste nach der Partie.

Vom 0:2-Rückstand zeigte sich der SVM in Halbzeit zwei zusehends beeindruckt, die Schwarz-Gelben reagierten nur noch und fanden wenig Möglichkeiten, in die gefährlichen Räume vorzudringen. Und da der VFL bereits zwei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff in Person von Tolga Cetincelik via Lupfer auf 0:3 stellen konnte, waren eigentlich zu diesem Zeitpunkt schon sämtliche Restzweifel am Sieg der Gäste beseitigt. Und die Neustädter hätten das Ergebnis schon kurze Zeit später in die Höhe schrauben können. Ein Distanzschuss von Tom Bauscher aus 25 Metern senkte sich gefährlich über SVM-Keeper Ebinger hinweg, verfehlte das Ziel aber knapp (50.), ebenso der Abschluss von Valerio Sanzone nach einem Eckball (55).

Unter gütiger Mithilfe von SVM-Abwehrmann Niklas Rhiel beseitigte Alexander Kulikov die letzten Zweifel am Neustädter Sieg. Rhiel suchte vergebens nach einer Anspielstation, spielte den Ball dann quer in den Strafraum direkt in die Füße von Kulikov, der artig „Danke“ sagte und keine Mühe hatte einzuschieben. Diese Szene war bezeichnend für das Mardorfer Spiel am gestrigen Tage. Der SVM entfachte nur wenig Gefahr und ließ jegliches Aufbäumen sowie die sonst gewohnte Zweikampfstärke vermissen. Die Neustädter hatten in der zweiten Hälfte das Kommando vollends übernommen, zeigten sich spielfreudig und deutlich agiler als die Heimelf. „In der zweiten Halbzeit haben wir guten Fußball gespielt, defensiv stark gearbeitet und konnten unsere spielerische Qualität auf den Platz bringen“, lobte VFL-Trainer Kleinmann nach dem Spiel

Der SVM wird sich deutlich steigern müssen, um in den nächsten Partien gegen Salzböde/Lahn (Mittwoch) und den RSV Roßdorf (Sonntag) zählbares zu holen.

Für die Reserve des SVM war es ebenfalls ein gebrauchter Sonntag. Die Brandwein-Elf kam wie die erste Mannschaft mit 0:4 deutlich unter die Räder, SVM-Schlussmann Marius Mengel verhinderte mit seinen Paraden und einem gehaltenen Elfmeter eine noch höhere Niederlage.


Vorbericht

SV Mardorf erwartet den VFL Neustadt

Wenn am Sonntag der SV Mardorf und der VFL Neustadt aufeinandertreffen, dürfen sich die Zuschauer vermutlich auf ein interessantes Duell freuen. Viele Kenner der heimischen Fußballszene haben beide Teams für den oberen Tabellenbereich auf dem Zettel, die Neustädter gelten als Mitfavorit um die Meisterschaft in der A-Liga. Eine Tatsache die kaum verwundert. Der VFL hat sich vor der Saison namhaft verstärkt, unter anderem konnten die Ostkreisler die beiden offensivstarken Spieler Tom Bauscher und Chris Helm verpflichten, die in den bisherigen beiden Spielen jedoch noch nicht im Aufgebot standen. Ob das der Grund für den etwas holprigen Start in die neue Spielzeit gewesen ist, sei dahingestellt. In Kleinseelheim mühte sich die Elf von Trainer Mirco Kleinmann zu einem knappen 1:2-Sieg, das folgende Heimspiel gegen den FV Cölbe, der sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf einen der vorderen Tabellenplätze machen kann, endete 2:2. Für Mardorfs Kapitän Johannes Greb sind die Rollen am Sonntag dennoch klar verteilt: „Nach zwei Gegnern auf Augenhöhe kommt jetzt mit dem Meisterschaftsfavoriten eine vermeintlich stärkere Truppe. Wir gehen klar als „Underdog“ in die Partie. Aber geraden in solchen Spielen ist es für uns keine Seltenheit, dass wir besser auftreten als zuletzt gezeigt.“

Im Gegensatz zu den Neustädtern konnte der SVM seine ersten beiden Saisonspiele erfolgreich bestreiten. Im Vergleich zum Saisonauftakt gegen Niederklein/Schweinsberg war aber am vergangenen Sonntag in Hatzbach allen voran in Durchgang eins ordentlich Sand im Mardorfer Offensivgetriebe, was auch Johannes Greb nicht verborgen geblieben ist: „Gegen Niederklein/Schweinsberg und in Hatzbach haben uns, nach schwachen ersten Hälften, Leistungssteigerungen in den zweiten Halbzeiten gereicht, um drei Punkte zu holen. Das wird aber gegen Neustadt nicht reichen.“ Wie schon im ersten Saisonspiel war es auch in Hatzbach Leon Schick, der die Schwarz-Gelben mit seinem Treffer in der Schlussphase auf die Siegerstraße brachte. Schick konnte übrigens auch im letzten Aufeinandertreffen der beiden sonntäglichen Kontrahenten einen Treffer beisteuern. Am 20.09.2020 fegte der SVM die Neustädter mit 4:1 vom Feld, neben Schick trugen sich Paul Kobienia per Doppelpack und Daniel Lanio in die Torschützenliste ein.

Prunkstück und Garant für die bisherige Maximalausbeute auf Seiten des SVM ist die Defensive. Der Mardorfer Abwehrverbund konnte in beiden Spielen seine weiße Weste wahren und Schlussmann Ebinger fand nach seiner vierwöchigen Verletzungspause sofort zur alten Stärke zurück. Auch Kapitän Greb ist angetan vom bisher gezeigten Defensivverhalten: „Eines unserer Saisonziele ist es, weniger Gegentore zu kassieren, was wir bisher bravourös umgesetzt haben. Wenn wir auch im dritten Spiel in Folge hinten die Null halten können, wäre das auf jeden Fall ein Erfolg.“

Am Sonntag wird auf Mardorfs Defensivreihe wohl etwas mehr Arbeit als in den letzten beiden Spielen zukommen, insgesamt dürfte der VFL ohnehin spielstärker und strukturierter auftreten als die beiden bisherigen Kontrahenten. Es gilt also für das Team um das Trainergespann Lukas Greb/Patrick Brandwein das erste dicke Brett der Saison zu bohren und die Weichen für die kommenden Wochen zu stellen. Greb selbst könnte am Sonntag nach überstandener Verletzung am Hüftbeuger wieder zum Einsatz kommen. Der SVM stapelt für Sonntag erst einmal tief, weiß aber um seine Fähigkeiten und seine Heimstärke. „Neustadt soll sich an uns die Zähne ausbeißen“, gibt Johannes Greb die Marschrichtung für einen heißen Tanz am Sonntag vor.

Für den VFL Neustadt II ist das Auswärtsspiel am Sonntag auch gleichzeitig der Rundenauftakt in die B-Liga III. Ob diese Konstellation ein Vorteil für Mardorfs Reserve ist, die bereits zwei Spiele absolviert hat, bleibt abzuwarten. Für die junge Mardorfer Elf gilt es zunächst, die Schotten hinten dicht zu halten, um nicht wie am vergangenen Sonntag in Hatzbach bereits zur zweiten Halbzeit einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen zu müssen.

Die Spiele werden von den Unparteiischen Peter Bojanow (1. Mannschaft) und Lutz Greif (Reservespiel) geleitet.