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Willkommen auf der Homepage des SV 1921 Mardorf e.V.
07.11.2021: SV Bauerbach II - SV Mardorf


Vorbericht

SVM zu Gast beim SV Bauerbach II

Mit dem SV Mardorf und dem SV Bauerbach II treffen am Sonntag zwei Teams aufeinander, die in den vergangenen Wochen nur wenig Grund zum Jubeln hatten. Beide Mannschaften konnten aus ihren letzten fünf Spielen lediglich einen Sieg einfahren, die restlichen Partien im Oktober gingen allesamt verloren, wobei das Spiel des SVM am vergangenen Sonntag nach 25 Minuten abgebrochen werden musste und nachgeholt wird. Mardorfs Youngster David Greb möchte die kommende Aufgabe dennoch selbstbewusst angehen: „Wir fahren nicht nach Bauerbach um uns dort zu verstecken, wir wollen guten Fußball spielen, Spaß haben und gewinnen“, macht der 19-jährige deutlich.

Viele Schlüsse kann man auf Mardorfer Seite aus der abgebrochenen Partie gegen Cappel II nicht ziehen. Der SVM benötigte rund zehn Minuten, ehe sich die Greb-Elf akklimatisieren und erste Offensivaktionen generieren konnte. Die Schwarz-Gelben hatten bis zum verletzungsbedingten Abbruch der Partie Feldvorteile und auch das Chancenplus auf ihrer Seite, aber wirklich gefährlich wurde es vor des Gegners Kasten nicht. „Wir waren gut im Spiel und hätten die Partie meiner Meinung nach gewonnen, aber der vergangene Sonntag hat auch wieder einmal gezeigt, dass es weitaus wichtigeres gibt als Fußball“, fasst David Greb den vergangenen Spieltag aus Mardorfer Sicht treffend zusammen.

Beim Gastspiel in Bauerbach wird es auf die Durchschlagskraft in der Offensive ankommen, mit bisher 49 Gegentoren stellen die Bauerbacher die zweitschlechteste Abwehr der Liga, einzig Schlusslicht Kleinseelheim musste mehr Treffer hinnehmen. Da macht es Hoffnung, dass mit Leon Schick Mardorfs bester Torschütze nach überstandener Krankheitsphase zurück im Kader sein wird und auch Paul Kobienia konnte am vergangenen Sonntag wieder mitwirken. Diese beiden Spieler waren es auch, die beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten den Puls der Mardorfer Fans in Wallung brachten: beim 4:0-Heimsieg am 13.10.2019 traf Kobienia dreifach, Schick erzielte das zwischenzeitliche 3:0. David Greb war zu dieser Zeit noch Jugendspieler und hat im Seniorenbereich bisher noch nicht die Schuhe gegen den SVB geschnürt. „Bauerbach kann ich schwer einschätzen. Ich habe sie im Sommer beim Scholl & Hoffrichter-Cup gesehen, aber wie die Mannschaft aktuell drauf ist, kann ich nur schwer bewerten“, gibt der Cousin von Mardorfs Cheftrainer Lukas Greb zu Protokoll.

Am Sonntag gilt: verlieren verboten, will man die Verbandsliga-Reserve tabellarisch auf Abstand halten. Grundlage dafür soll eine stabile Defensive sein und gerade hier drückt bei den Schwarz-Gelben der Schuh. Denn mit Till Stephany und Niklas Rhiel fehlen wichtige Stützen und man darf gespannt sein, wie das Trainergespann Lukas Greb/Patrick Brandwein den Defensivverbund aufstellen wird. SVM-Schlussmann Ebinger und seine Vorderleute erledigen ihre Aufgaben in dieser Saison grundsolide und so ist es nicht verwunderlich, dass der SVM erst 22 Gegentreffer hinnehmen musste. „Vielleicht wird es ein torreiches Spiel“, sinniert Greb mit Blick auf Sonntag, „wir haben defensiv einige Ausfälle, Bauerbach hat bisher viele Tore gefangen und unsere Offensive ist größtenteils wieder komplett. Wir müssen aber sicher keine Angst vor Bauerbach haben.“

Dass die Partie am Sonntag auf einem Kunstrasenplatz stattfindet, dürfte dem SVM darüber hinaus gelegen kommen. Sorgte dieser Untergrund vor zehn Jahren noch für panische Gesichter, ist in der Zwischenzeit eine Spielergeneration herangewachsen, die das künstliche Geläuf zu schätzen weiß und in den vergangenen Jahren durchaus beachtliche Leistungen auf dem künstlichen Grün abgeliefert hat. Auch David Greb freut sich auf den Platz am Sonntag: „Ich spiele unheimlich gerne auf Kunstrasen und habe auch in meiner Jugend oft in Bauerbach gespielt. Der Platz kommt uns als Mannschaft entgegen, dass hat man auch in Schröck gegen Rosphe gesehen, als wir beim dortigen Sieg die in meinen Augen bisher beste Saisonleistung gezeigt haben.“

Die Partie wird auf Wunsch des SV Bauerbach eine Stunde später angepfiffen (13:15 Uhr). Unsere Spieler freuen sich über eure Unterstützung.


Spielbericht

Engagierter Auftritt führt zum 2:8-Auswärtssieg: SVM bezwingt den SV Bauerbach II deutlich

Nach rund zwanzig gespielten Minuten platzte Mardorfs Spielertrainer Lukas Greb der Kragen: „Wir sind überhaupt nicht da“, machte Greb seinem Unmut über die bis dato gezeigte Leistung lautstark Luft und seine Worte wirkten auf seine Mannschaft wie eine Art Initialzündung. Zunächst fanden Schick, Greb & Co. eine Antwort auf die Bauerbacher Führung, die Gebreselassie nach 18 Minuten erzielte: nach einem herrlich getretenen Freistoß von Leon Schick war Kapitän Johannes Greb per Kopf zur Stelle und markierte den Ausgleich (26.). In der Folge präsentierten sich die Gäste wie ausgewechselt, das Mardorfer Spiel wurde zielstrebiger, ideenreicher und der SVM zeigte auch den entscheidenden Biss, was umgehend mit weiteren guten Offensivaktionen belohnt wurde. Nur vier Minuten nach dem Ausgleichstreffer legte sich Schick die Kugel nach einem Foulspiel erneut zurecht, gab das Leder wieder gefühlvoll in den Strafraum, wo der Ball an Freund und Feind vorbei segelte und zum 1:2 im Netz zappelte.

Die Greb-Elf hatte nun die beste Phase im Spiel. Der SVM legte eine flotte Sohle aufs Parkett, verlagerte das Geschehen nun zusehends in die Hälfte der Heimelf und nach schöner Co-Produktion von Daniel Lanio und Johannes Greb servierte letzterer für den an diesem Tag stark aufspielenden Leon Schick, der zur 1:3-Führung einschob. Der SVM bekam nun den Fuß nicht mehr vom Gaspedal, nach einem schnellen Konter wussten sich die Bauerbacher nur durch ein Foulspiel im Strafraum zu helfen, Kobienia platzierte die Kugel auf dem Punkt und traf sicher zum 1:4 (40.). Und spätestens als Bela Arendt zwei Minuten später über die rechte Seite kommend eine lange Flanke schlagen wollte, die sich über SVB-Keeper Schmitt hinweg zum 1:5 ins Tor senkte, hatten sich die Ereignisse komplett überschlagen und es zeichnete sich ab, dass den Gästen der Sieg an diesem Tag nicht mehr zu nehmen war. Bauerbachs Trainer Vladislav Karch konstatierte kurz vor dem Pausentee: „Wir haben das Spiel in 15 Minuten hergegeben“ – treffender kann man es kaum ausdrücken. Zu diesem Zeitpunkt konnte nur ein Akteur auf dem Feld die Mardorfer aufhalten, nämlich der Unparteiische Alexander Grischkat, indem er zur Halbzeit pfiff und so Spielern und Fans Zeit gab um durchzuatmen.

Der SVB gab sich in Durchgang zwei noch nicht geschlagen, sieben Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Habib Ghafoury nach starkem Sololauf das 2:5. Der SVM konnte zunächst nicht an das rasante Tempo in Durchgang eins anknüpfen, die Greb-Elf schaltete in den Verwaltungsmodus und wurde zumeist nur nach Standardsituationen gefährlich. Und so dauerte es bis zur 75. Minute, ehe der Gästeanhang wieder jubeln durfte. Leon Schick kredenzte gefühlvoll vom Eckpunkt aus, sein Sturmpartner Paul Kobienia sagte artig „Danke“ und nickte zum 2:6 ein. Drei Zeigerumdrehungen später spielte Schick erneut den Zulieferer, hiervon profitierte Jerome Stock, der mit seinem ersten Treffer im SVM-Dress auf 2:7 stellte. Das letzte Wort einer unterhaltsamen Partie hatte dann SVM-Coach Lukas Greb, der nach Vorlage von Jonathan Steinert überlegt zum 2:8 einschob (88.).

Bei besserer Chancenauswertung hätte der SVM die gestrige Partie locker zweistellig gewinnen können. Zu Beginn des Spiels flogen Distanzschüsse in Richtung Bauerbacher Gehäuse, die das Ziel verfehlten oder von Schlussmann Schmitt geklärt werden konnten. Die Heimelf hatte darüber hinaus massive Probleme bei der Verteidigung der Mardorfer Standards, konnte aber auf der Gegenseite, gerade zu Beginn der beiden Halbzeiten, ebenfalls einige Abschlüsse verzeichnen. Letztlich geht der Sieg für Schwarz-Gelb auch in dieser Höhe in Ordnung, allen voran ab Minute 20 in Durchgang eins zeigten sich die Mardorfer in Spiellaune. Einziger Wehrmutstropfen: mit Hendrik Schick musste erneut ein Akteur mit einer schweren Knöchelverletzung vom Feld, der nunmehr sechste verletzte Spieler.




31.10.2021: SV Mardorf - FSV Cappel II




Vorbericht

SV Mardorf empfängt den FSV Cappel II

„Wenn wir alle so viel Herz und Lust auf den Platz bringen wie letzten Sonntag, sollte ein Heimsieg möglich sein“, gibt sich Mardorfs Bela Arendt vor der Partie gegen den FSV Cappel II optimistisch. Und rückblickend meint der 21-jährige: „Obwohl wir in Wetter eine angeschlagene Truppe waren, mit vielen Verletzten und ohne Torerfolg über Wochen, haben wir in meinen Augen eine Top-Leistung abgeliefert.“ Nach dem 4:1-Auswärtssieg gilt es nun für den SVM nachzulegen und es sollen auch vor eigenem Publikum wieder einmal Punkte eingefahren werden. Der letzte Sieg auf heimischem Terrain liegt schon fast sieben Wochen zurück und datiert vom 12.09., als sich die Greb-Elf mit 5:2 gegen die FSG Südkreis durchsetzen konnte. Der souveräne 3:0-Sieg gegen die SG Rosphe drei Tage später wird zwar auch als Heimsieg gewertet, die Partie fand aufgrund der englischen Woche und des fehlenden Flutlichts jedoch in Schröck statt.

Mardorfs Cheftrainer Lukas Greb sieht einen Grund für die jüngsten Auswärtserfolge beider Teams in der nach wie vor guten Trainingsbeteiligung: „Durch die trotz aller Ausfälle nach wie vor tolle Trainingsbeteiligung war mir klar, dass wir früher oder später wieder punkten werden“, ist Greb von den Qualitäten der Teams trotz zwischenzeitlicher Schwächephase mehr als überzeugt. Und auch Bela Arendt zeigt sich vom Mardorfer Trainingseifer begeistert: „Alle Spieler, die nicht verletzt waren, waren eigentlich auch immer im Training. Trotz der etwas frustrierenden Wochen hat der Ehrgeiz im Training nie gelitten.“ Mit nunmehr 19 Punkten auf der Habenseite hat die erste Mannschaft auch den freien Fall in die unteren Tabellengefilde erst einmal gestoppt, doch sollten bis zum Abschluss der Hinserie noch ein paar Punkte dazukommen, um einen einstelligen Mittelfeldplatz zu sichern.

Mit dem FSV Cappel II ist am Sonntag eine unbequem zu bespielende Mannschaft an der Hardt zu Gast, was zuletzt der FV Cölbe leidvoll erfahren musste, der überraschenderweise mit 0:1 gegen die Elf vom Köppel das Nachsehen hatte. Zuvor konnte die Kreisoberliga-Reserve mit 7:2 in Kleinseelheim gewinnen und dürfte demzufolge auch am Sonntag selbstbewusst und engagiert zu Werke gehen. Durch die jüngsten Siege schob sich die Elf von Coach Boris Simon auf den 13. Tabellenplatz vor. Auch Bela Arendt weiß um die Stärke des Gegners: „Auch wenn wir am Sonntag auf eine zweite Mannschaft treffen, erwartet uns mit dem FSV Cappel II eine gestandene A-Ligamannschaft.“

Vorgeschoben hat sich auch Mardorfs derzeitiger Top-Goalgetter Leon Schick, und zwar in der A-Liga-Torjägertabelle. Mit seinen zuletzt vier erzielten Treffern gegen den VFB Wetter II verbesserte sich Schick von Rang 24 der Torschützenliste auf Platz sechs, den er sich mit drei weiteren Spielern teilt. Auf Schicks Abschlussstärke wird es auch am kommenden Sonntag ankommen, da mit Paul Kobienia die etatmäßige Sturmspitze verletzungsbedingt ausfallen wird. Ebenso fehlen in Till Stephany, Marvin Werneburg, Frederik Rosenberg und Lukas Wilschke weiterhin wichtige Stützen im SVM-Team. Dem Trainergespann Lukas Greb/Patrick Brandwein wird daher auch am Sonntag in Sachen Aufstellung wieder einiges abverlangt und der ein oder andere Akteur wird sich wohl wieder auf eher ungewohnten Positionen wiederfinden. Abschließend gibt Bela Arendt eine klare Zielsetzung für Sonntag vor: „Es wird mal wieder Zeit für einen Heim- und einen Zu-Null-Sieg!“

Der Unparteiische Eddy Scheufele eröffnet die Partie um 15:00 Uhr, die Reserve ist am Sonntag spielfrei.





Auswärtsspiele



Vorbericht

SVM zu Gast in Langenstein und in Wetter

Die beiden Mardorfer Teams schwimmen aktuell nicht gerade auf einer Erfolgswelle. Zumindest konnte die Reserve in den letzten Wochen wenigstens einen Dreier gegen Wohratal II einfahren, ansonsten musste sich Mardorfs zweiter Anzug aber genau wie die erste Mannschaft mit Niederlagen begnügen.

Und durch eben diese Niederlagen der vergangenen Wochen wurde die erste Mannschaft in der Tabelle ein Stück weit nach unten durchgereicht. Auch das Erreichen des sechsten Platzes, auf den der SVM bis zuletzt noch ein Auge geworfen hatte, scheint bei nur noch fünf verbleibenden Spielen in der Hinserie und sechs Punkten Rückstand eher utopisch. Den sechsten Platz zu erreichen war eines der Ziele für die Hinserie. SVM-Stürmer Paul Kobienia meint mit Blick auf die Negativserie: „Vielleicht machen wir uns aktuell auch zu viele Gedanken, eventuell auch wegen diesem sechsten Platz.“ In der Hauptsache geht es für die Schwarz-Gelben nach zuletzt vier punkt- und torlosen Spielen ohnehin erst einmal darum, endlich einmal wieder ein Erfolgserlebnis, sprich Tore und Punkte, zu erspielen. Der VFB Wetter II, auf den der SVM am Sonntag um 13:00 Uhr in Amönau trifft, wird die Schwächephase der Mardorfer ausnutzen wollen, auch wenn die Nordkreisler nach lediglich einem Sieg in den letzten fünf Spielen nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzen dürften. Die Gruppenliga-Reserve kämpft aktuell im unteren Tabellendrittel, mit zwölf Punkten belegen die Wetteraner derzeit Rang 14. Paul Kobienia kann die Lage für Sonntag nur schwer einschätzen: „Ich dachte auch wir würden gegen Stadtallendorf gewinnen. Am Sonntag gehe ich offen in die Partie, wir können gewinnen, wenn wir unser zuletzt vermisstes Potential wieder abrufen.“

Aus Mardorfer Sicht gibt auch die momentan fehlende Durchschlagskraft in der Offensive Rätsel auf. Konnte der SVM seinen Offensivmotor in den vergangenen Jahren noch ohne große Probleme durch den TÜV bringen, so hat sich nun scheinbar ein Kolbenfresser eingeschlichen. Kobienia äußert: „Uns fehlen die spielerischen Ideen nach vorne, als einzige Spitze ist es für mich zudem oftmals schwierig gegen die gegnerischen Abwehrketten.“ Andere Teams hätten sich weiterentwickelt und wüssten, wie man den SVM bespielen kann, gibt Kobienia zu Protokoll. Die Greb-Elf hat mit 16 Toren bisher die drittwenigsten Treffer der Liga erzielt und auch Kobienia selbst, auf dessen Treffer sich der SVM in den letzten Jahren immer verlassen konnte, bleibt mit bisher vier Treffern in zwölf Spielen deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Ich bin derzeit auch noch nicht in Top-Form“, weiß Kobienia seine Verfassung einzuschätzen.

Auch ein in den letzten Jahren nie dagewesenes Verletzungspech macht die kommenden Aufgaben nur minder einfacher. Selbstredend sollte man nicht jede Leistung auf das Fehlen einiger Stammkräfte schieben, doch es fällt schon auf, dass der SVM seine besten Saisonspiele gegen Südkreis und Rosphe mit nahezu voller Kapelle absolviert hat. Man muss nun Punkte holen, um im Frühjahr des nächsten Jahres mit einem ordentlichen Punktepolster in die Restrunde gehen zu können. Derzeit belegt der SVM mit 16 Punkten und 16:21 Toren Tabellenrang neun. „Wir sitzen nach dem Spiel in der Kabine und wissen selbst nicht, woran es aktuell liegt“, gibt Kobienia ein Stimmungsbild der Mannschaft wieder. Der 21-jährige hofft, nach einer im Training erlittenen Verletzung rechtzeitig für das Spiel fit zu sein.

Mit dem SV Mardorf II und dem SV Langenstein II treffen bereits am Samstag zwei Reserveteams aufeinander, die im um unteren Tabellendrittel zu Hause sind (Mardorf Rang elf, Langenstein Platz zwölf). Der SVL II konnte bisher erst einen Dreier erspielen (in Niederklein), der SVM hat durch den bereits angesprochenen Sieg gegen Wohratal und den Last-Minute-Punktgewinn in Roßdorf wenigstens schon vier Zähler auf die Haben-Seite verbucht. Personell wird Reservetrainer Patrick Brandwein wohl auch am Samstag nicht die Qual der Wahl haben, nichtsdestotrotz wird der SVM mit einem ordentlichen Kader nach Langenstein reisen und alles in die Waagschale werfen, um beim Tabellennachbarn zu punkten.


Spielbericht

Sechs-Punkte-Wochenende: SVM-Teams gewinnen in Langenstein (0:8) und beim VFB Wetter II (1:4)

Mardorfs Cheftrainer Lukas Greb strahlte nach dem gestrigen Auswärtssieg mit der Oktobersonne um die Wette. „Heute hat meine Mannschaft Herz, Galligkeit und Leidenschaft gezeigt, ich bin sehr stolz auf das Team“, und man merkte Mardorfs Übungsleiter deutlich an, wie wichtig dieser Sieg nach zuletzt vier Pleiten in Folge für die Moral war. Das sich der SVM beim VFB Wetter II letztlich so deutlich durchsetzen konnte, ist allen voran auf eine geschlossen starke Mannschaftsleistung zurückzuführen.

Es hat mittlerweile schon etwas von einer Dauerschleife, wenn man über die Mardorfer Personalsituation berichtet. Zu den ohnehin schon zahlreich verletzten Spielern gesellten sich gestern noch die erkrankten Lukas Greb und Jonathan Steinert sowie Kapitän Johannes Greb. Und als nach nicht einmal fünf gespielten Minuten auch Paul Kobienia verletzt vom Feld musste, konnte man fast meinen, der Fußballgott wolle dem SVM so richtig eins auswischen. „Es ist eine nach wie vor anhaltende, dramatische personelle Situation“, bringt Cheftrainer Greb die Lage auf den Punkt. Mit Sascha Nau-Muth und Lukas Hof standen zwei Spieler in der Startelf, die bereits tags zuvor im Reservespiel über weite Strecken aktiv waren. Und für den verletzten Kobienia kam mit Reservekapitän Hendrik Schick ein weiterer Spieler in die Partie, der ebenfalls beim Kantersieg in Langenstein auf dem Feld stand. Kurz vor Spielende musste mit Marius Mengel auch noch der etatmäßige Ersatzkeeper für einige Minuten als Feldspieler mitwirken. Daniel Lanio resümierte nach dem Spiel treffend: „Egal wie die Personalsituation bei uns auch ist, hier spielen elf Mardorfer Fußballer und die geben alles für das Team und den Verein.“ Und so machten die Schwarz-Gelben gestern aus der Not eine Tugend.

Der SVM begann engagiert und als der umsichtig leitende Schiedsrichter Karl-Friedrich Müller den Gästen in rund 20 Metern Torentfernung einen Freistoß zugesprochen hatte, den Leon Schick nach neun Minuten im Tor versenkte, hatte der SVM den perfekten Start erwischt und konnte nach vier Wochen endlich wieder über einen Treffer jubeln. Wetters Mahamed Yuusuf Geedi hätte die Kräfteverhältnisse sechs Zeigerumdrehungen später wieder zurechtrücken können, sein Freistoß klatschte auf den Querbalken. Zehn Minuten später markierte der SVM ebenfalls einen Aluminiumtreffer, allerdings mit der Wirkung, dass Leon Schicks Torabschluss, nach schönem Zuspiel von David Greb, vom Innenpfosten ins Tor prallte – 0:2! Und die Mardorfer hätten die nachlässige VFB-Defensive in der Folge erneut bestrafen können, nach Vorarbeit von Hendrik Schick scheiterte Jerome Stock am gut parierenden Keeper Fabian Koch. Für den SVM lief aber in Abschnitt eins nicht alles wie am Schnürchen. Sekunden vor dem Pausentee spitzelte Niklas Rhiel das Spielgerät zu kurz auf Keeper Ebinger zurück, Wetters Ben Schäfer hatte den Braten gerochen, erlief die Kugel und konnte mit wenig Mühe zum Anschlusstreffer einschieben.

Nach dem Kabinengang kam die Greb-Elf aktiv aus den Katakomben, SVM-Routinier Sascha Nau-Muth tankte sich über die linke Seite durch, sein Torabschluss konnte Wetters Schlussmann nur abklatschen lassen, Jerome Stocks Nachschuss strich hauchzart am Pfosten vorbei (47.). Fünf Minuten später fasste sich David Greb ein Herz und zog aus der Distanz ab, VFB-Keeper Koch parierte sicher. Dann konnte der SVM aber den alten Abstand wieder herstellen: Jerome Stock eroberte mit feinem Tackling im Mittelfeld den Ball, bediente Leon Schick, der wieder Maß nahm und zum 1:3 vollendete (55.).

Weil die Gäste dann den Fuß vom Gaspedal nahmen, beruhigte sich die Partie etwas, was der Heimelf aber auch nicht weiter in die Karten spielen sollte. Zwar kam die Gruppenliga-Reserve etwas besser auf, stellte Mardorfs Schlussmann Ebinger aber vor keine großen Probleme. Die Gäste hingegen agierten in dieser Spielphase gefällig bis zum finalen Drittel, was das Treiben recht ansehnlich machte, der finale Pass erwies sich jedoch oftmals als zu unsauber. Einzig David Greb nach starker Einzelaktion zwang Keeper Koch zur Parade (73.), doch im Anschluss mussten die Mardorfer Anhänger nicht mehr lange auf den nächsten Treffer warten, der SVM hatte noch einen Pfeil im Köcher: Jerome Stock servierte nach 80 Minuten für Leon Schick, der mit seinem vierten Treffer im Spiel und seinem achten Saisontor den Endstand markierte. Lukas Greb war nach Spielschluss sichtlich zufrieden mit seinen Jungs: „Mit dieser Aufstellung hätte uns niemand ein Erfolgserlebnis zugetraut, die Mannschaft hat aber gezeigt, was ein echtes Team leisten kann. Wir werden in den noch ausstehenden vier Spielen versuchen, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Ich bin optimistisch, dass noch ein paar Punkte dazukommen und dann werden wir sehen, für was es am Ende reicht.“

Auch Mardorfs zweiter Anzug wollte sich in Langenstein den Frust von der Seele schießen, was der Brandwein-Elf eindrucksvoll gelingen sollte. Am Ende standen acht Treffer auf der Haben-Seite, für die sich Lukas Hof (2), Süleyman Barcin (2), Patrick Brandwein, Gabriel Steger, Hendrik Schick und Sascha Nau-Muth verantwortlich zeigten. Unter dem Strich war der Sieg zu keiner Zeit gefährdet, die „Zwote“ zeigte eine solide Leistung gegen ersatzgeschwächte Langensteiner. „Der hohe Sieg unserer zweiten Mannschaft war ebenfalls Balsam für die Vereinsseele! Höchsten Respekt für alle, die sich in den letzten Wochen in den Dienst der Mannschaften gestellt haben. In anderen Vereinen funktioniert dies augenscheinlich nicht so“, gab Cheftrainer Greb nach dem erfolgreichen Wochenende zu Protokoll.