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Es ist an der Zeit, DANKE zu sagen...



Es ist an der Zeit, DANKE zu sagen!

„Wenn der Fußball zur Nebensache wird…“ – diesen Satz hat sicherlich jeder Anhänger des Fußballsports schon einmal im Zusammenhang mit einer schweren Verletzung eines Sportlers oder einer Sportlerin wahrgenommen. Meistens sind derartige Vorfälle aber weit weg, man ist nicht direkt davon betroffen. Für den SV Mardorf änderte sich das am 21.11.2021 schlagartig, als unser Spielertrainer Lukas Greb in der Halbzeitpause unseres Auswärtsspiels beim SV Schönstadt in der Kabine leblos zusammengebrochen ist und in der Folge über 30 Minuten wiederbelebt werden musste.

Wenn bei solch einem Ereignis dann Menschen vor Ort sind, die binnen Sekunden die richtigen Schlüsse ziehen und folgenschnell handeln, kann man hierfür überhaupt nicht dankbar genug sein. Zum Glück war eine solche Person unter den Schönstädter Zuschauern: Lea Falkenhain, gelernte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin am Universitätsklinikum Gießen-Marburg, zögerte keinen Moment und begann umgehend mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen. Gemeinsam mit der Besatzung eines Rettungswagens, die aufgrund einer Verletzung eines Schönstädter Spielers glücklicherweise noch vor Ort waren, konnten die überlebenswichtigen Maßnahmen eingeleitet werden. Bei Lea haben wir uns bereits kurz nach dem schlimmen Ereignis im Rahmen eines gemeinsamen Jahresabschlussessens aller Spieler im Sportheim bedankt. In einer emotionalen Ansprache machte unser Vereinsvorsitzender Helmut Kräling deutlich: „Liebe Lea, Andreas und ich haben uns als Vorstandsteam in unserer nun fast 10-jährigen Amtszeit in den letzten Jahren bei vielen Menschen bedankt, aber bei noch niemandem, der einem unserer Spieler das Leben gerettet hat!“ Auch die Familie unseres Trainers war vor Ort, um sich in aller Form bei Lea für ihre großartige Hilfe zu bedanken. Lea selbst nahm die guten Worte und Geschenke in ihrer stets sympathischen Art entgegen und betonte, dass ihr schnelles Eingreifen und ihre Hilfe eine Selbstverständlichkeit für sie waren.

Am gestrigen Montag konnte unser Coach Lukas seine Lebensretterin Lea dann endlich persönlich bei einem Treffen im Mardorfer Sportheim kennenlernen. Gemeinsam mit ihrem Freund Nils Däuwel, der Trainer des SV Schönstadt ist, besuchte uns Lea und schilderte noch einmal eindrucksvoll die furchtbaren Geschehnisse. „Als ich in die Gastkabine kam, lag Lukas regungslos auf dem Boden, seinen Puls konnte ich nur schwer erfühlen und da war für mich klar, ich starte mit der Wiederbelebung und fange an zu drücken“, kann sich Lea noch gut an den für uns alle so schlimmen Tag erinnern. Zugute kamen ihr hierbei ihre Erfahrungen aus der Tätigkeit auf der Kinderintensivstation am Marburger Uniklinikum. „So etwas gehört zu meinem Job dazu, wir üben das mit regelmäßigem Reanimationstraining.“ Gemeinsam mit Lea begann die Rettungswagenbesatzung dann mit dem sogenannten „Schocken“ und erst als der noch herbeigerufene Notarzt am Unglücksort eintraf, konnte sich Lea etwas vom Geschehen zurückziehen.

„Ich bin Lea unendlich dankbar, dass sie so schnell reagiert hat“, war unserem Coach auch gestern die Erleichterung noch deutlich anzumerken. „Ich weiß wieviel Glück ich hatte und das mich viele Schutzengel begleitet haben. Ich war nach dem Koma wieder relativ schnell auf den Beinen, da ich noch jung und sportlich bin und auch seit frühester Kindheit Sport treibe. Trotzdem war der erste längere Spaziergang in der Reha für mich schon eine Herausforderung“, erinnert sich Greb an seine ersten Tage nach dem Koma und in der Rehaklinik. „Es hat mich zudem nahezu umgehauen, wie viele Menschen sich bei mir gemeldet haben, ich bin immer noch baff“, zeigt sich Lukas nach wie vor begeistert von den vielen guten Wünschen, die ihn erreicht haben. „Für diesen wahnsinnigen Zuspruch kann ich mich gar nicht oft genug bedanken!“

Schönstadts Coach Nils Däuwel, der das Unglück ebenfalls hautnah miterlebte, meinte: „Wenn das Ganze überhaupt etwas gutes hatte, dann die Folge, dass für dieses Thema wieder einmal sensibilisiert wurde und es vielleicht dazu motiviert, die Ersthelfer-Ausbildungen regelmäßig aufzufrischen und einen Defibrillator in den Sportheimen anzubringen.“ Und hier hat der SVM bereits gehandelt bzw. wurde mit einer großartigen Unterstützung bedacht. Als Verein sind wir hoch erfreut über eine Spende der Elektro Peil GmbH & Co. KG. Geschäftsführer Jörg Peil überreichte den beiden Vorständen Helmut Kräling und Andreas Greb im Rahmen des gestrigen Wiedersehens mit Lea einen Defibrillator für das Mardorfer Sportheim, der hoffentlich nie zum Einsatz kommen muss, aber zur Verfügung steht, wenn es doch noch einmal zu solch einem dramatischen Notfall kommen sollte. Lieber Jörg, hierfür bedanken wir uns ganz herzlich bei dir!



Weihnachtsgrüße 2021